Montag, 16. Juni 2014

Zitat des Tages vom 16.06.14

Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt
Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), frz. Flieger u. Schriftsteller

Freitag, 13. Juni 2014

Juancho, ca. *2007/2008, FIV-positiv

Juancho ist wieder mal so ein Fall, wo man eigentlich nur noch den Kopf schütteln kann.

Heute bekamen wir aus Spanien einen Hilferuf. Ein Kater, der vor 6 Jahren FeLV und FIV-negativ getestet vermittelt worden war, soll wieder ins Tierheim zurück – nicht mehr erwünscht. Das Schlimme an dieser Situation ist, dass sein Herrchen sich vor Jahren eine 2. Katze angeschafft hat, die leider nicht getestet war und  sich dann als FIV positiv erwies, diese ist vor einiger Zeit verstorben. Nun möchte der Mann Juancho auch los werden und hat bei ANAA vor knapp 3 Wochen vorgesprochen, teilte mit, dass dieser in 2011 positiv getestet worden sei und auch seitdem keine Impfung mehr erhalten hat.

Juancho wurde dann erstmal nur Tollwut geimpft, da von kurzfristiger Abgabe noch gar keine Rede war und man Juancho, der noch sehr um den verstorbenen Freund trauert, auch nicht zu viel auf einmal zumuten wollte. Was ja jetzt nur als gut zu bewerten ist, denn heute soll Juancho von jetzt auf gleich bzw. bis zum 30.06. weg. Im Tierheim, welches bereits jetzt überfüllt ist und auf den Pflegestellen, die alle mit Babykatzen belegt sind, gibt es keine Möglichkeit für ihn.

Wir haben uns jetzt ganz kurzfristig entschieden, Juancho nach Deutschland zu holen, bis zum 27.06.2014 haben wir einen Platz in der Tierpension, sollte er bis dann allerdings kein neues Zuhause gefunden haben oder keine Platzreservierung in der Pension für Einzelzimmer storniert werden, haben wir ein arges Problem, da auch wir in den Urlaub fahren und damit das Notquartier nicht zur Verfügung steht, das freie Zimmer ist im Moment jedoch sowieso mit der blinden Asja belegt L.

Nun möchten wir auch für Juancho versuchen, ein Happy-End zu finden, wir wissen, dass das kurz vor der Urlaubszeit quasi unmöglich ist, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Juancho ist ein rot-weißer, leider übergewichtiger Kater, zu dem wir gar nicht viel sagen können im Moment. Er soll laut seinem Herrchen verschmust sein, aber auch schnell ängstlich reagieren, beißen oder schlagen würde er jedoch niemals. Im Moment trauert er wohl sehr um seinen Freund, daher sollten unbedingt eine oder auch mehrere andere FIV-positive Katzen vorhanden sein. Auf Grund der Erkrankung, mit der Juancho jedoch in einem schönen stressfreien Zuhause auch sehr alt werden kann, wird er ausschließlich in Wohnungshaltung vermittelt, ein gesicherter Balkon würde seine Lebensqualität sicherlich erhöhen. Kinder sollten in seinem neuen Zuhause nicht vorhanden sein, die mag er gar nicht.

Juancho befindet sich ab kommenden Wochenende in 32457 Porta Westfalica.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir können unsere Tiere nicht bis an die Haustüre liefern und gehen davon aus, dass Interessenten bereit sind, auch einmalig einen weiteren Weg auf sich zu nehmen.

Wer Juancho helfen kann, unter Umständen auch mit einer Pflegestelle, meldet sich bitte bei:

K. Ridder
05751/4099461





Samstag, 7. Juni 2014

Zitate

Mein Dank wird dir ewig nachschleichen, dich aber nie erreichen
Verfasser unbekannt


Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein
Robert Bosch


Zitat des Tages vom 05.06.14

Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein.
Peter Altenberg (1859-1919), eigtl. Richard Engländer, östr. Schriftsteller

Zitat des Tages vom 07.06.14 

Das große Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
Julie Lespinasse (1732-1776), franz. Schriftstellerin 

Asja, *03/2013 – augenlos

Asja ist eine Katze, die ursprünglich aus Russland nach Deutschland kam, wir haben sie von einem anderen Verein übernommen, der um Hilfe gebeten worden war, dann aber kam eine Operation, die die Unterbringung im Tierheim schwer möglich machte. Nachdem uns jemand den russichen Text übersetzt hat, können wir sagen, dass sie bereits in Russland 2x an den Augen operiert wurde, was nichts gebessert hat.

Asja lebt nun in 32457 Porta Westfalica auf einer Pflegestelle Hier hatte sie jetzt erstmal ein Zimmer für sich allein, um sich von der OP zu erholen, lediglich unsere zwei Handicap-Kaninchen leben mit in dem Raum. Ein Vido vom Anfang: https://www.youtube.com/watch?v=ne2MWBmLbNQ

Asja war anfangs sehr ruhig, fast apathisch, die meiste Zeit des Tages lag sie zusammen gerollt auf einem kleinen Katzensofa. Nachem sie den Kragen nicht mehr tragen muss, ist das deutlich besser geworden.

Nachdem jedoch andere Katzen hinzu kamen, reagierte sie anfangs deutlich verunsichert und hat sich lieber zurück gezogen. Sie hat aber nicht mit dem Pfötchen geschlagen oder das Fell hochgestellt, lediglich ein wenig gefaucht. Zwischenzeitlich hat Asja zwar mit einer Katze hier Probleme, jedoch lebt sie jetzt mit den anderen Katzen harmonisch zusammen, mit der jungen Bijou spielt und tobt sie sogar zusammen; gern spielen die Zwei mit Fellmäuschen, die allerdings dann schon Geräusche machen müssen.

Asja ist eine Katze, über die man nur staunen kann: Sie geht einen großen Kratzbaum hinauf, sie hat sich selbständig das große Katzenaussengehege erschlossen, indem sie allein die Katzenklappe gefunden hat. Auch dort geht sie über einen Kratzbaum auf ein großes Ablagebrett und auch allein wieder hinunter. Sie ist wirklich erstaunlich, springt von oben hinunter. Asja liebt das Außengehege, muss es mal geschlossen werden, wies sie früher kläglich miauend darauf hin, zwischenzeitlich beschäftigt sie sich dann eben woanders im Haus. Dabei ist sie meistens so sicher, dass ich heute von Besuch gefragt wurde, die etwas weiter entfernt stand, ob es denn sicher sei, dass die Katze blind ist, sie würde sich so normal bewegen… was ich dann natürlich bejahen musste.

Auch mit den Hunden lebt sie friedlich zusammen, sie hat noch nie nach ihnen geschlagen oder sie angeknurrt, allerdings muss man auch sagen, dass unsere Hunde an Katzen desinteressiert sind, sie gehen eher aus dem Weg als von sich aus auf eine Katze zu.

Menschen gegenüber, die sie kennt, ist sie ein Schatz J, der Motor wird bei Streicheleinheiten sofort angeworfen, sie erhebt sich und geht dann gleich sich erstmal reckend und streckend auf Mensch zu. Fotos sind sehr schwierig zu machen, da sie, sobald sie aufgestanden ist, nur um die Beine geht und gestreichelt werden möchte. Asja hat erstaunlicherweise überhaupt keine Angst, auf den Arm genommen zu werden, oft strampeln blinde Katzen sich dann aus den Armen, wenn sie keinen Boden mehr spüren, daher ist davon auszugehen, dass sie schon von klein auf blind ist. Fremden Menschen gegenüber ist Asja erstmal zurückhaltend, taut jedoch immer mehr auf. Bei Menschen, die sie kennt und mag ist sie wie ein treuer Hund, sie folgt auf Schritt und Tritt. 

Asja ist hier in Deutschland FeLV und FIV negativ getestet worden, sie ist kastriert, geimpft, und gechipt und wirklich eine ganz entzückende Grautigerdame.

Für Asja wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause bei Menschen, die nicht ständig umdekorieren und mit netter Katzengesellschaft, die sehr sozial sein sollte. Mit einer gleichaltrigen Katze oder einer jüngeren, die aber nicht zu rabaukenhaft sein darf, würde Asja sicherlich auch spielen. Ebenerdig wäre sehr schön, ist aber kein Muss, da Asja zeigt, dass für sie fast nix unmöglich ist. Ein gesicherter Balkon oder Terrasse muss vorhanden sein, sie verbringt hier viel Zeit im Freigehege und dieses für sie große Glück sollte man ihr bei ihren Nachteilen ermöglichen.

Einen Einblick ihrer Freude und ihres Wohlbefindens in der kleinen Freiheit vermittelt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=6aZYoifXAJQ

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass nicht alle Menschen Verständnis dafür haben, wieso einem Tier Augen amputiert werden. Menschen tragen dann einfach dunkle Brillen oder künstliche Augen – diese Varianten gibt es für Tiere nicht. Asja hatte Schmerzen, die Augen waren bereits blind – vermutlich seit Geburt, da sie sich doch recht sicher bewegt, darum wurde die Quelle der Schmerzen entfernt. Bitte stellen Sie sich bei Interesse darauf ein, dass es durchaus Unverständnis und Schlimmeres in Ihrem Feundes- oder Bekanntenkreis geben kann und dass es eben auch Tierärzte gibt, die die Meinung vertreten, eine blinde Katze habe keine Lebensqualität. Sie sollten dahingehend dann schon sehr selbstsicher sein.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir können unsere Tiere nicht bis an die Haustüre liefern und gehen davon aus, dass Interessenten bereit sind, auch einmalig einen weiteren Weg auf sich zu nehmen. Asja sollte allerdings nicht mit der Bahn fahren müssen, da sie doch sehr ängstlich auf Fremdes reagiert

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461
kerstin@anaa-katzen.de
--
Kerstin Ridder
1. Vorsitzende
ANAA-Katzen Deutschland e.V.
www.anaa-katzen.de
www.anaaweb.org









Samstag, 10. Mai 2014

Pedro, *07/2012, linkes Hinterbein amputiert

Update vom 07.05.2014

Leider hat die Vermittlung unseres Dreibeinchens Pedro nicht funktioniert, der bereits vorhandene Kater ist nicht bereit, sich mit Pedro abzufinden und so sitzt dieser nun separiert von den anderen Katzen bereits seit Wochen allein.

Hier noch mal Pedro’s Vorgeschichte:
Pedro wurde gemeinsam mit seinem Bruder Pablo von einer Frau auf der Straße gefunden. Da bei ANAA kein freies Plätzchen war, durften sie erst einmal bei ihrer Retterin bleiben. Dort zeigten sie sich fröhlich und aufgetaut, im Tierheim war die Situation dann allerdings etwas anders, die 2 waren doch relativ schüchtern.

Pedro wurde bereits mit fehlendem Hinterbein aufgefunden, es war aus ungeklärter Ursache amputiert. Leider so, das es zum Laufen zu kurz und zum Beispiel zum unproblematischen Springen zu lang war, so dass dann im Tierheim auch schnell Verletzungen auftraten. Darum wurde eine komplette Amputation vorgenommen, so dass sich Pedro auch den Stumpf nicht aufschlagen kann, wenn er mal von einer Erhöhung herunter springt. Man sollte immer bedenken, dass der Bewegungsablauf mit 3 Beinen natürlich anders ist als der mit Vieren, daher kann es immer mal sein, dass sich im Alter aus der übermäßigen Belastung des verbliebenen Hinterbeines auch einmal eine Arthrose entwickeln kann, was aber selbstverständlich auch bei 4 Beinen passieren kann. Pedro selber kommt mit seiner Behinderung gut zurecht, er ist eine normale Katze mit Lebensfreude, im Moment nur eben etwas verschüchtert

Pdero fand dann baldig jemanden, der ihn gern adoptieren wollte und sein jetziges Frauchen ist sehr traurig darüber, dass ihr Kater trotz aller Versuche einschließlich Katzenpsychologin nicht bereit ist, sich für Pedro zu erwärmen. Da die Getrennt-Situation allerdings für alle unbefriedigend ist, muss nun nach einer anderen Lösung in Form eines geeigneten Zuhauses gesucht werden.

Hier die Daten aus seinem jetzigen Aufenthaltsort, der in 51588 Nümbrecht liegt:
Pedro, der ein eher kleinwüchsiger Kater ist, benötigt am Anfang eine längere Phase, bis er sich anfassen lässt, im jetzigen Zuhause lässt er sich zwischenzeitlich auch kraulen. Er st mit Futter und Leckerchen bestechbar, bei Fremden allerdings ganz schnell verschwunden. Hat er Vertrauen gefasst, ist er verspielt, verschmust und erzählt auch gern etwas.

In seinem jetzigen Aufenthaltsraum leben auch Meerschweinchen, die er in ihrem Gehege bereits besucht hat, für beide Seiten kein Problem.

Den anderen Katzen gegenüber ist Pedro, der ja bereits im Tierheim in Spanien gemobbt wurde, sehr zurückhaltend. Abgeteilt durch ein Trenngitter ist er an ihnen schon interessiert, kommt jedoch eine zu ihm in Wohnzimmer, versteckt er sich sofort.

Sein fehlendes Bein ist für Pedro keine Beeinträchtigung, er klettert, spielt und rennt damit wie eine vierbeinige Katze

Für Pedro suchen wir ein Zuhause bei geduldigen Menschen, mit anderen sehr sozialen und freundlichen Katzen, die auf keinen Fall dominant sein dürfen und die idealerweise vielleicht auch schon Erfahrungen mit behinderten Artgenossen haben. Leider kann man Pedro als Mobbingopfer bezeichnen, er hatte im Katzenzimmer bei ANAA keinen guten Stand und wurde dort wirklich arg geärgert und bedrängt und das hat sich jetzt weiter fortgesetzt, wurde jedoch dann sofort durch Trennung unterbunden. Der letzte Zusammenführungsversuch war zu Ostern und auch nach etlichen Wochen ist dieser bedingt durch den vorhandenen Kater gescheitert. Nette und gesellige Katzen wären die geeignete Gesellschaft, schön wäre ein gesicherter Balkon, jedoch muss zumindest ein weit zu öffnendes Fenster vorhanden sein.

Hier finden Sie Videos zu Pedro und seinem Bruder Pablo:

Noch auf der Pflegestelle: http://www.youtube.com/watch?v=mGNWHLXRQtY&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=eek_HKhpRuM&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=mCxiYp57aH8&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=PBTbxwx1mNE&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=rpgrlEZih9I&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=-Ywiz3KMCkg&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=nngrBTY_1ho&feature=youtu.be


Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt:
K. Ridder
05751/982797
Kerstin@anaa-katzen.de


Liebe Grüße

--
Kerstin Ridder
1. Vorsitzende
ANAA-Katzen Deutschland e.V.
www.anaa-katzen.de
http://www.anaaweb.org/





Donnerstag, 24. April 2014

26. April 2014: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche – Protestieren Sie mit!

Über drei Millionen Tiere müssen allein in Deutschland jedes Jahr in Tierversuchen leiden und sterben. Diese Zahl ist in den letzten Jahren ständig gestiegen, obwohl das Tierschutzgesetz vorschreibt, dass Tierversuche erst dann durchgeführt werden dürfen, wenn es keine tierversuchsfreien Verfahren gibt, und wenn die Versuche unerlässlich und ethisch vertretbar sind.

Aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen sind Tierversuche abzulehnen, denn Tiere sind keine „Modelle“ oder „Messinstrumente“, sondern Mitlebewesen, die wie wir Schmerzen, Leid und Angst empfinden. Auch die hohe Anzahl tödlicher Nebenwirkungen sind letztlich ein Beweis dafür, dass sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht mit der erforderlichen Sicherheit auf den Menschen übertragen lassen.

Dennoch werden aktuell Hunderte von Millionen Euro in den Bau neuer Tierversuchslabore gesteckt, während die Erforschung und Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren lediglich mit einem einstelligen Millionenbetrag gefördert wird.

Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche soll auf diese Missstände hinweisen. Unsere Tierschutzkollegen von den "Ärzten gegen Tierversuche e.V." rufen aus diesem Anlass auch in diesem Jahr zu bundesweiten Aktionen auf. TASSO unterstützt diesen Aufruf ausdrücklich. Bereits im vergangenen Jahr war der Aktionstag mit 28 Aktionen in 22 Städten ein großer Erfolg. Für dieses Jahr wurden bei "Ärzte gegen Tierversuche" bereits 36 Aktionen in 30 Städten angemeldet.

Unterstützen auch Sie den Kampf für die Abschaffung von Tierversuchen! Informationen, welche Aktionen in Ihrer Nähe stattfinden, finden Sie unter:
http://www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de/

© Copyright TASSO e.V.

Quelle: TASSO-Newsletter vom 24.04.2014

TASSO-Tipp: Verletztes Haustier gefunden – Das sollten Sie beachten

Wenn ein verletztes Fundtier nachts vom Finder zum Tierarzt zur Notfallversorgung gebracht wird, kommt es oftmals zu Diskussionen um die anfallenden Behandlungskosten. Denn generell gilt: Die rechtzeitige Meldung entscheidet darüber, wer die Kosten trägt.

Prinzipiell sind die Behörden für die Versorgung, Unterbringung und die notwendige tierärztliche Behandlung von Fundtieren zuständig. In der tagtäglichen Praxis für Tierärzte ergibt sich jedoch häufig das Problem, dass die Behörden eine Übernahme ablehnen, wenn nicht vor der medizinischen Versorgung eine Fundmeldung durch den Finder erfolgte. Diese Situation bringt die Tierärzte in eine Zwickmühle. Entweder ziehen sie den Finder für die Kostenübernahme heran, der sich bei Auffinden des Halters diese dann von ihm erstatten lassen müsste. Die Alternative ist, dass sie die Behandlung kostenlos durchführen. Beide Möglichkeiten stellen im Ergebnis keine gerechte Lösung dar.

Das Gesetz sieht vor, dass der Finder vor dem Gang zum Tierarzt die zuständige Behörde, also das Ordnungsamt oder nachts die Polizei, über den Fund informiert. Da man aber nie abschätzen kann, wie stark das Tier wirklich verletzt ist, empfiehlt es sich, unverzüglich den Tierarzt aufsuchen und eine andere Person zu bitten, gleichzeitig die notwendige Fundanzeige aufzugeben. Damit hat man die Brücke zwischen gesetzlicher Notwendigkeit und Hilfsmaßnahmen für das Tier geschlagen und bleibt später nicht auf den Behandlungskosten sitzen.

Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtes in Götting aus dem Jahr 2010 sind die Kommunen dazu verpflichtet, für die Versorgung von Fundtieren aufzukommen. Dies gilt auch dann, wenn sie diese Aufgabe grundsätzlich einem Tierschutzverein übertragen haben. Grundlage dieser Entscheidung war ein Fall aus dem Südharz. Ein Tierarzt hatte die Stadt Bad Sachsa (Kreis Osterode) verklagt, weil diese sich weigerte, für die Behandlungs- und Unterbringungskosten einer verletzten Katze aufzukommen. Da der Finder beim Tierschutzverein niemand erreicht hatte und die örtliche Polizei zu einem anderen Einsatz unterwegs war, brachte er das Tier zum tierärztlichen Notdienst. Der Tierarzt konnte den Katzenhalter nicht ausfindig machen und machte daraufhin die entstandenen Kosten bei der Kommune geltend. Diese lehnte eine Zahlung jedoch rigoros ab. Der Tierarzt zog daraufhin vor Gericht und bekam Recht. Da die Stadt für die Versorgung des Tieres zuständig sei, musste sie dem Tierarzt rund 2000 Euro zahlen.


© Copyright TASSO e.V.

Quelle: TASSO-Newsletter vom 17.04.2014

Casper (männlich; geb. 02.09.2019) und Kunne (weiblich; geb. 05.09.2019)

  Liebe/r Interessent/in,   wir freuen uns, dass Sie sich für eine unserer Katzen interessieren.   Leider müssen wir auf zwei Punkte besonde...