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Mittwoch, 31. Januar 2018

Tierqual – Selbstverständlichkeit und Staatsräson?

Liebe Freunde der Tiere,
 
seit einigen Wochen wird berichtet, dass der Bauernverband den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine fordert. Seit ein paar Tagen geht durch die Medien, dass Autokonzerne Versuche mit Affen zur Schädlichkeit von Dieselabgasen gemacht haben. Es war Ende letzten Jahres, als im ZDF ein schockierender Filmbetrag über Tiertransporte gelaufen ist ... die Liste ließe sich fortsetzen.
 
Wo bleiben die scharfen Töne in den Medien, die solche bestialischen Taten verurteilen? Wieso gibt es keine Analyse zu der Wildschwein-Genozid-Forderung des Bauernverbandes, welche zu dem Ergebnis kommen müsste, dass eine solche Forderung nicht nur gegen das Tierschutzgesetz verstößt und jede Ethik in die Tonne tritt, sondern auch das Staatsziel Tierschutz aus dem Grundgesetz mit Füßen tritt?
 
Und nicht zuletzt muss die Frage gestellt werden: Wo bleiben unsere Politiker, die nicht nur für Menschenrechte Verantwortung tragen, sondern auch für die Rechte der Tiere? Kommt einer unserer deutschen Politiker einmal auf die Idee, dass Schweigen an dieser Stelle nicht nur einfach eine Meinungslosigkeit ist, sondern vielmehr als Staatsversagen gewertet werden kann und muss?
 
Durch die sozialen Medien gehen Bilder und Filme, die z.B. das Häuten lebendiger Hunde zeigen, die danach hautlos noch herumlaufen. Unser Freund und Kollege Peter Arras von Aktion Konsequenter Tierschutz (AKT) macht mit seiner Petition an die UN (https://www.change.org/p/the-united-nations-is-to-outlaw-crimes-against-humanity?utm_source=embedded_petition_view) auf diese Qualen und den herrschenden Sadismus gegenüber Tieren aufmerksam. Obwohl er sich intensiv darum bemüht hat, wird ihm jegliche Unterstützung seitens der Medien versagt. So grausame Bilder könne man nicht zeigen, ist eines der von Medienvertretern dafür angebrachten „Argumente“.
 
In diesen Kontext passt ein Text von Bernd Wolfgang Meyer. Hier ein Auszug:
 
Staatsräson Tierquälereien. [...]
 
Nach wie vor bemühen die Medien sich aufopfernd, Tiermißbrauch als das Normalste schlechthin darzustellen und billigen zustimmend das Recht des Menschen, Tiere in jeder Hinsicht mit größter Selbstverständlichkeit auszubeuten und grausamst zu töten. Das kann nur als systemimmanent verstanden werden. Zumindest Redakteure, wenn eventuell auch nicht alle Journalisten, sind definitiv Antitierschutz ausgerichtet und mit mangelnder Empathie ausgestattet. Redakteure allerdings sind auch nur Befehlsempfänger der Arbeitgeber. Von diesen ist bekannt, daß die namhaften und entscheidenden, Litz Mohn und Friede Springer, beste Freundinnen der Merkel sind, von der noch nie eine Lanze für Tiere gebrochen wurde. Die Medienleitlinien orientieren sich analog anthroposophischer Richtlinien, nach denen es keine schlechten Menschen geben kann und darf. In radikaler ideologischer Verblendung wird die Einzigartigkeit des Menschen unter den Lebewesen bemüht und mit den passenden Adjektiven“ schrecklich, ein Menschentod, normal ein Tiertod im Schlachthaus und das ausufernde Verständnis für die armen Schlachter, die nichts dafür können, weil sie zu wenig verdienen“ ausgeschmückt. Aus diesem Kontext erklärt sich auch das mediale Faible für phantastische Phantasien in Bezug zu Religionen.
 
In der Politik gestaltet sich die Sache differenzierter. Die Masse der 709 Parlamentarier setzen sich aus Rechtsanwälten zusammen, Leuten, die nichts anderes gelernt haben als die Spielregeln der Gesellschaft. Gleich anschließend folgen die mit Bauern bezeichneten Mäster, die in junger Vergangenheit die Lehrer vom zweiten Platz verdrängt haben. Erstere haben gemein, daß sie zu den auserwählten Berufen gehören, die auch mit mäßiger, oder überhaupt keiner Leistung, gesetzlichen Anspruch auf Honorar verkörpern und die zweite Berufgruppe vertritt ihr ureigenes Berufsmodell, in dem Wohltaten für Tiere fehl am Platze und geschäftsschädigend sind. Sie sind nichts anderes als Lobbyisten zum eigenen Vorteil, in der Camouflage eines "Volksvertreters" und dürfen  regelmäßig die entscheidenden Landwirtschaftsminister stellen. Dem Viehwirt wird somit die herausragendste Position in unserer Demokratie geboten. Eine Bevorzugung, die anderen Berufszweigen versagt bleibt. Die Egoistik ist für beide Gruppen Maßstab, oder benchmark.
Es steht nicht zu erwarten, daß beide Berufsgruppen, die weit mehr als Zweidrittel der Abgeordneten ausmachen, sich für Interessen anderer Couleur einsetzen und einsetzen werden.   
Anders ist nicht zu verstehen, daß selbst solch drastische Information, wie die Dokumentation über Tierverschleppungen und sadistische Quälereien als Vorspiel zu Schlachtorgien so gar keinen Eindruck auf diese hohen Herren machten, es sei denn, sie haben sich nicht der Mühe unterzogen, den Film zur Kenntnis zu nehmen. Aber genau dafür bezahlen wir sie. Die Wahrnehmung der Wahrheit und gerechtes Handeln. […]
 
Den vollständigen Text von Bernd Wolfgang Meyer finden Sie hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php/nachrichtenleser/staatsraeson-tierquaelereien.html

In diesem Sinne ...
 
herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
 
pro iure animalis - Newsletter vom 31.01.2018

Mittwoch, 18. November 2015

Schächten – zwei Gesichtspunkte

geben wir uns keiner Illusion hin und schauen dem Kommenden ins grausame Gesicht. Die massive Zuwanderung aus überwiegend islamischen Ländern wird das Tierelend in Europa in eine neue Dimension heben, denn es ist nun einmal Fakt, dass der Islam die Schächtung von Tieren als Schlachtmethode seinen Glaubensanhängern vorschreibt. Und es wird weiter Fakt sein, dass die europäische Politkaste diese Schlachtmethode aus Gründen der "Religionsfreiheit" zunehmend tolerieren und flächendeckend akzeptieren wird - willkommen in der frühmittelalterlichen Geisteswelt des siebten Jahrhunderts!
Wir haben zu diesem Thema deshalb zwei Gesichtspunkte zusammengestellt, die in der bisherigen Sichtweise noch nicht gebührend hervorgehoben wurden. Beginnen wir mit einer Ausarbeitung von Dr. Karim Akerma und runden das Bild der Grausamkeiten mit Bemerkungen zu diversen Bibelstellen aus dem AT als wesentlichen Baustein der drei monotheistischen Religionen ab.
 
 
 
  • Warum Juden und Moslems kein Fleisch essen dürfen und das Schächten überflüssig ist
Beim Schächten wird der Blutkreislauf eines Tieres durch einen Kehlenschnitt so unterbrochen, dass das schlagende Herz das Blut nach draußen pumpt. Juden und Moslems schächten Tiere deswegen, weil ihre Religion es ihnen gebietet, kein Blut zu verzehren. "Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist", heißt es im ersten Buch Mose (9,4). Im Koran ist es die fünfte Sure (Vers 3), die allen Moslems den Verzehr von Blut verbietet.
 
......
 
 
Quelle: pro iure animalis - Newsletter vom 18.11.15

Sonntag, 15. Dezember 2013

Treibjagdzeit ...

Liebe Freunde der Tiere,

In der gesamten Republik wird zur Zeit wieder exzessiv gejagt - es ist Treibjagdzeit!
Zur Zeit erhalten wir wieder viele Anrufe und Anfragen von Personen, die nicht mehr tatenlos bei dieser Tierquälerei und diesem Naturfrevel zuschauen wollen. Sie fragen um Rat, wie sie sich aktiv gegen die Machenschaften der Jäger stellen können.
Nun kann man über Jagd ausführlich und unter der Beachtung verschiedenster Gesichtspunkte diskutieren, doch alle Wege führen bei einer sachlichen Betrachtung auf den Punkt, dass Jagd unsinnig und widersinnig ist. Als Resultat kann nur festgestellt werden, dass dieses antianimalistische Treiben einfach gewollt ist – fertig!
Diese Diskussion, die inzwischen auch öfters in den Medien geführt wird, ist im Grunde genommen ausgeschöpft. Fernsehbeiträge sind in den letzten Wochen gelaufen, Berichte in Magazinen und Zeitungen erscheinen.

Viel wesentlicher als die Diskussion und Pro und Contra Jagd ist die Frage, was für Menschen sind das, die bekanntlich und offensichtlich Spaß am Töten von Tieren haben? Welche Persönlichkeitsstrukturen und welche psychischen Deformationen müssen vorliegen, dass ein Mensch sich in ein solches System integriert und dem Wahn verfällt, er würde Naturschutz betreiben und dabei noch propagiert, Jäger würden die Tiere und die Natur lieben?
Diese Diskussion muss in der Öffentlichkeit geführt werden, diese Aspekte müssen in den Vordergrund gerückt werden.

An dieser Stelle könnte man einen zynischen Gedankenansatz verfolgen: Ist die Jagd ein großes Therapieprogramm für psychisch gestörte Menschen, die einen Hang zu Gewaltphantasien haben? Ist das Programm dazu geeignet eben diesen Personen eine "Spielwiese" zu geben, damit sie nicht versuchen ihre krankhaften Triebe an Menschen auszuleben? Sind die Tiere Opfer zum Wohle der Menschheit?
Zugegeben: Der Gedankengang ist zynisch aber legitim!

Was das Verhältnis von Jägern zu Tieren und Natur angeht, geben wir Ihnen hier zwei Beispiele:

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1565&Itemid=110

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1568&Itemid=108

In anderen Kulturkreisen wird der brutale Umgang mit Tieren noch viel offener und hemmungsloser ausgelebt. Dazu finden Sie hier ein schockierendes Video:

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1567&Itemid=109

Wir empören uns zu Recht über solche Bilder aus fernen Ländern. Diese Bilder sind aufgeregt und hektisch, die Quälereien finden offen und ungeniert statt. Aber sind wir uns in diesem Moment auch darüber bewusst, welcher Umgang mit Tieren bei uns vor der Haustür stattfindet? Ist es weniger brutal, wenn sich beispielsweise ein angeschossenes Wildschwein mit herausquellenden Gedärmen oder zerschossenem Bein durch das Dickicht im Wald schleppt, bis es qualvoll verendet? Die Liste der Beispiele in Bezug auf u.a. Jagd und Massentierhaltung könnte fortgesetzt werden ...

Was können wir erwarten, wenn tumbe Gestalten, denen die Lust auf eine Schussabgabe so das Gehirn vernebelt, durch die Landschaft ziehen und ein Pony nicht mehr von einem Wildschwein unterscheiden können?

Lesen Sie dazu hier:
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1566&Itemid=108


Diese Diskussionen müssen geführt werden. Es darf nicht weiter nur über den vermeintlichen Sinn und tatsächlichen Unsinn der Jagd gesprochen werden, sondern es müssen die Menschen in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden, für die dieses krude System aufrecht erhalten wird.

Und nein: Wir berichten nicht über bedauerliche Einzelfälle – so wie Jagdverbände und Behören immer wieder reflexartig argumentieren – wir berichten über ein System, das derartige „Zwischenfälle“ geradezu provoziert!


Zum Schluss noch ein Geschenktipp für Weihnachten:
In unserer EDITION GEGENSICHT finden Sie verschiedene Bücher – zum Selbstlesen oder als Weihnachtsgeschenk.
Gehen Sie einfach mal Stöbern: http://www.gegensicht.de


Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. G. Bleibohm und H. Hoos

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 14.12.13

Freitag, 6. Dezember 2013

Manifest zu den Grundrechten der Tiere

Liebe Freunde der Tiere,

wir haben ein "Manifest zu den Grundrechten der Tiere" erstellt, das als Positionsbestimmung den Rahmen absteckt, in dem wir mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, jetzt und künftig zusammen leben sollten.

Lesen Sie das Manifest hier!

Für pro-iure-animalis bedeutet dieses Manifest den Kern seines Selbstverständnisses.
Wer sich mit dem Manifest identifizieren kann, darf es gerne übernehmen und sollte uns seine Zustimmung mitteilen, damit wir eine Liste der Unterstützer auflegen können.
Je mehr Organisationen den Text vertreten und publizieren, desto größer ist die Chance für unser gemeinsames Anliegen, der Tierwelt einen respektvollen und friedlichen Umgang im Denken der Menschen zu sichern.

In diesem Sinne hoffen wir auf Ihre Unterstützung und auf eine breite Verteilung des Manifestes.

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. G. Bleibohm und H. Hoos

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 05.12.13

Samstag, 16. November 2013

Hubertusmesse unter Polizeischutz

Liebe Freunde der Tiere,

die Hubertusmesse in Speyer fand unter Polizeischutz statt. Die Kirchenleitung hatte offensichtlich sehr wenig Gottvertrauen, dafür aber umso mehr Furcht, dass Menschen, die Ehrfurcht vor dem Leben zeigen, diese blasphemische Veranstaltung besuchen könnten. So war man an diesem Tag wohlbewacht unter sich im Kreise der jagenden und predigenden Lebensverächter.
Bitte lesen Sie aber hierzu unsere Pressenotiz, die über Details dieses unfassbaren Ereignisses aufklärt:
http://www.pro-iure-animalis.de/pressemeldungen/10112013_hubertusmesse_speyer.pdf

Der ganze Vorgang rief nicht nur bei uns tiefe Verwunderung hervor, sondern empörte bundesweit die Tierschutzszene.
Anbei drei exemplarische Briefe, die uns nach der skandalösen Hubertusmesse im Speyerer Dom erreicht haben:
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1545&Itemid=108


......

Und wer sich einmal im Originalton anhören möchte, wie mit sophistischer Spitzfindigkeit die eindeutige Botschaft der Legende ins Gegenteil gewendet wird, wie erklärt wird, warum Tiermord zur Bewahrung der Schöpfung wichtig ist, möge sich Domdekan Kohl mit seiner sinnfreien Rede anhören.

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1546&Itemid=108

(Zu Risiken und Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Pfarrer ... oder wen auch immer ;-) - oder trinken einen doppelten Grappa).

In diesem Sinne trotzdem noch einen angenehmen Tag.

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. G. Bleibohm und H. Hoos

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 13.10.13

Dienstag, 12. November 2013

Tierelend mit religiösen Wurzeln

In den letzten Monaten eines jeden Jahres häufen sich Tiermassaker, die auf religiöse Vorstellungen unterschiedlichster Glaubensrichtungen zurückzuführen sind. Wir listen zur Verdeutlichung nochmals einige Anlässe auf.
Den Auftakt bildet in Peru jedes Jahr am 21. September in San Luis de Cañete (138 km südlich von Lima) ein großes Fest genannt "Curruñao" zu Ehren der schwarzen Heiligen Ifigenia.
Katzen werden zuerst in einem Rennen eingesetzt und danach getötet und von den Bewohnern und Touristen als Delikatesse verzehrt!
Diese Katzen werden von den Bewohnern des Ortes durch das Jahr hindurch speziell für diesen Anlass gezüchtet. Obwohl das peruanische Tierschutzgesetz das Quälen und unnötige Töten von Haustieren verbietet, wird diese barbarische Tradition seit Jahren aufrechterhalten und die zuständigen Autoritäten dulden diesen unsäglichen und grausamen Missbrauch der Katzen.
Die Fortsetzung findet in Europa dann im November statt. Ein Großmassaker an den Gänsen in Erinnerung an Martin von Tour, ein Mann, der zwar einem Bettler seinen halben Mantel schenkte, gleichzeitig aber Herr über 20.000 Sklaven war. Millionen von Gänsen - meist aus Qualzucht osteuropäischer Produzenten - sterben jährlich inzwischen zu seinen Ehren.

Aufklärung tut not - deshalb auch eine kleine Anmerkung zum Martinstag, auszugsweise aus der "Kriminalgeschichte des Christentums" von Karl Heinz Deschner.
Der berühmte hl. Martin von Tours (gest. 397), Schutzpatron Frankreichs und Patron der Gänsezucht, der noch als Soldat einem nackten Bettler am Stadttor von Amiens seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), hat als Bischof 20.000 Sklaven gehalten - wer wüsste es!
Martin von Tours, vom Bischof Hilarius von Poitiers zum Exorzisten ernannt, vollbringt im späten 4. Jahrhundert ein Wunder nach dem anderen:
Eine bereits fallende, vom Heidentum hochverehrte Fichte hielt Martin durch ein bloßes Kreuzeszeichen von sich ab und lenkte sie auf die andere Seite.
Einmal befreit er eine Kuh von einem bösen Geist. Die Kuh sinkt danach aufs Knie und küsst dem Heiligen die Füße.
Ein andres Mal lässt er eine ganze Prozession, die er für eine "Götzenprozession" hält, versteinern, bis er seinen Irrtum erkennt und sie wieder in Bewegung setzt.
Nachdem er gar einen Gehängten wieder lebendig gemacht hat, ist er berühmt.

Auch einer der wildesten Heidenbekämpfer im Westen wurde Martin von Tours. Trotz heftigen Widerstands der Bauern riss er mit Hilfe einer Mönchshorde die Tempel nieder, stürzte Druidensteine und oft erbittert verteidigte heilige Eichen. "Mit den Füßen zertrat er die Altäre und die Götterbilder" (Sulpicius Severus). Zur Vernichtung des Paganismus brachte der Glaubensheld freilich beste Voraussetzungen mit. Hatte er doch eine Laufbahn als Haudegen im römischen Heer Kaiser Julians beendet, seine christliche als Teufelsaustreiber begonnen. Bezeichnend, dass er den Teufel in Gestalt Jupiters, Merkurs und auch der Venus und Minerva zu sehen glaubte, war er ja überhaupt der festen Überzeugung, in den "Götzenbildern" stecke Satan.

Infolge seiner "Totenerweckungen" wurde Martin Bischof, dann karolingischer Reichsheiliger, schließlich Schutzpatron der Franzosen; 425 Dörfer Frankreichs tragen noch heute seinen Namen, den Namen eines Brandstifters, Diebes, der noch mit den Füßen der Heiden Heiligstes ruinierte, sämtliche Tempel niederriss und zu dessen "Ehren und Erinnerung" jährlich Millionen Gänse getötet werden.
Diesem Fest ging das Islamische Schächt-Opferfest "Kurban Bayrami" voraus, dem die Beinahe-Opferung Isaaks (Gen 22,1-19) durch Abraham zugrundeliegt. Nach islamischem Glauben ist jeder wirtschaftlich Bessergestellte dazu verpflichtet, ein Opfer zu bringen. Als Opfertiere dienen Schafe, Rinder oder Kamele, denen bei vollem Bewusstsein die Kehle durchschnitten wird und einem minutenlangen, grausamen Todeskampf ausgesetzt werden.

Siehe hierzu detailliert unser Rundmail vom 18.10.2012
Einer Unzahl von Büffeln, Ziegen, Hühnern und Tauben werden in Nepal von Hindus mit Schwertern die Kehlen durchgeschnitten. Die rituellen Opfer sollen Wohlstand bringen und das Böse fernhalten. Das Fest zu Ehren der Göttin Gadhimai wird alle fünf Jahre in der Nähe eines Tempels im Bezirk Bara gefeiert.
Gläubige Hindus töten im Rahmen eines zweitägigen Opferfests mehr als 200.000 Tiere vor einer Menschenmenge mit mehreren hunderttausend Gläubigen, so dass die Felder im Blut schwimmen.
Gehen wir auf die andere Seite des Atlantiks, finden wir das Thanksgiving, ein staatlicher Feiertag, der in den USA am vierten Donnerstag des Monats November begangen wird. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet. Ungefähr 10 Millionen Truthähne fallen jährlich diesem Massaker zum Opfer.
Den Höhepunkt des Gemetzels bildet dann das christliche Weihnachtsfest, wobei die Tiere nicht als Opfer dargebracht werden, sondern dem allgemeinen Brauch des Familienfestes als "Grosses Fressen" zum Opfer fallen. Millionen unterschiedlichster Tiere werden zu diesem "Freudentag" jährlich geschlachtet.

Übrigens ist Weihnachten als kirchlicher Feiertag mit dem 25. Dezember erst seit 336 in Rom belegt. An diesem Tag wurde in Rom die Sonnenwende und die Geburt des Sonnengottes Mithras gefeiert.
Da unsere europäische Welt im Wesentlichen vom Christentum geprägt ist, stellen wir im Nachfolgenden einige christliche Aussagen zusammen, um das uns umgebende Tierleid zu verstehen. Die Zitate geben wohlgemerkt den heutigen sowie den historischen Standpunkt der christlichen Amtskirchen wieder.
Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es inzwischen zahlreiche, engagierte und hervorragende Tierschützer jeglicher Glaubensrichtung gibt, die zwar einem Glauben anhängen, sich aber von der Brutalität der offiziellen Lehre distanziert haben und vorbildlichen Tierschutz praktizieren.

Tierelend und Kirche

Am 4. Oktober 1993 erschien ein gemeinsames Papier der beiden großen christlichen Kirchen mit dem Titel "Die Verantwortung des Menschen für das Tier".
Seit dem Erscheinen dieser Ausarbeitung ist das Tier aus dem Blickfeld der Kirchen nahezu verschwunden und findet keine Beachtung mehr bei den Amtskirchen. Das Tierelend wird seither von den professionellen Verkündern der Religion der "Nächstenliebe" toleriert und akzeptiert.
Was aber sind die Ursachen für die Missachtung und barbarische Ausgrenzung unserer Mitlebewesen?
  • Es ist das dreistufige System des Christentums - übrigens auch des Judentums und des Islams –
  • erst Gott, dann Mensch, zuletzt Natur und Tierwelt - das unseren Planeten in ein Schlachthaus verwandelt.
  • Es ist zusätzlich die Vorstellung der Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott, eine nicht zu überbietende Überheblichkeit und Anmaßung.
  • Nur der Mensch besitzt eine unsterbliche Seele und kann ewiges Leben erhoffen.
  • Nur dem Menschen ist tiefgreifende Begabung zur Vernunft gegeben.
  • Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, ihr letztendliches Ziel und ihm ist eine Würde immanent, die vorrangig vor jeder anderen Lebensform steht.
Die Eskalation des Leides der gesamten Tierwelt ist in unserer Zeit uferlos, der Athropozentrismus christlicher Prägung hat jegliche Hemmung gegenüber unseren Mitwesen hinweggespült. "Das Elend der Tiere, dieser permanente Massenmord, der eigentlich auch nur jeden halbwegs Sensiblen um den Verstand bringen müsste, resultiert im jüdisch-christlichen Raum aus der ebenso albernen wie anmaßenden Bibellehre von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen, aus jenem arroganten Anthropozentrismus also, wonach dicht auf Gott der Mensch kommt und dann erst der Rest der Welt" resümiert K. Deschner.
Schopenhauer konstatiert "Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf's äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen."

Aber bilden Sie sich ihr eigenes Urteil und lesen Sie in kurzen Auszügen die Geschichte der Tierentrechtung, die Historie der endgültigen Manifestation des anthropozentrischen Denkens und die Förderung der Tierqual anhand christlicher Originaltexte und schockierender, lebensverachtender Lehrmeinungen.

Grundaussagen der Bibel:

  • Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. Gen 9, 2-3
  • Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset, und forschet nicht, auf dass ihr das Gewissen verschonet. 1Kor 10,25

Lehrmeinungen von Kirchenlehrern:

"Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss, so bleibt nur übrig, das Gebot "Du sollst nicht töten" ausschliesslich auf den Menschen zu beziehen, und zwar sowohl auf den anderen als auch auf dich selbst."
Augustinus, Heiliger und Kirchenlehrer, (354-430), De civitate Dei, I,21
"Die Tierseele ist nicht fähig des Immerseins, im Tier findet sich keinerlei Verlangen nach Immersein, nur nach artlicher Dauer...
In Tieren gibt es keine Sehnsucht nach Ewigkeit … Deshalb ist die Seele eines Tieres unfähig, an der Ewigkeit des Seins teilzuhaben", "... also geht sie mit dem Körper zugrunde"
Die Tiere seien "sprachlos" und es gebe nichts in ihren Seelen, das "möglicherweise ohne einen Körper weiter existieren könne".
Thomas von Aquin, Heiliger und Kirchenlehrer, (1225-1274), Summa contra gentiles /summa theologica

Aussagen der Amtskirchen in der Neuzeit:

  • "... der Mensch hat doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten ..."                                                 Pius IX. (1792-1878), Papst von 1846 bis 1878
  • "Tiere haben keine geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie auch keinerlei Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat, Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und Gesundheit, auf Eigentum und guten Ruf." Bischof Josef Machens, Hildesheim, Fastenbrief, 8.3.49
  • Im neuen Evangelischen Erwachsenenkatechismus (1993) spielen die Tiere keine Rolle. Auf den fast 900 Seiten steht kein Wort über Tierhaltung, Verzehr von Tieren, Tiertransporte, Tierversuche, Jagd usw. Er spricht von Tieren nur als "nicht-personalen Kreaturen".
  • 2417 ... Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen ..                                                                                                                    ... Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.                                                                                                                                     Katholischer Kathechismus
  • "So gibt es ein esoterisches Gedankengut, das dem Tier nach dem Bild des Menschen sogar eine unsterbliche Seele zusprechen möchte. ... Dagegen bleiben die Tiere auf der Stufe des triebhaften, unbewußten, sich stets wiederholenden Lebens ... Es fehlt den Tieren der Geist. ... Die Antwort auf unsere anfangs gestellte Frage kann darum nur lauten: Nein. Tiere besitzen keine Seele nach der Art des Menschen. ... Darum kann es weder ein Jenseits für Tiere geben noch dürfen einem Tier menschliche Eigenschaften zugesprochen werden."                                                                          Hw. Dr. theol. A. Fugel , http://www.kreuz.net/article.2921.html, 27.3. 2006
Wir bitten Sie eindringlich, zeigen Sie Ehrfurcht vor j e d e m Leben, denn jedes Tier empfindet Freude, Schmerz, Leid, Angst und Qual wie der Mensch, wie Sie persönlich -
zeigen Sie Mitgefühl und Barmherzigkeit!
Behandeln Sie die Tiere wie Ihre Kinder und helfen Sie mit, den Respekt vor Leben und Würde
a l l e r leidensfähiger Wesen zu fördern!

Herzliche Grüße
für pro iure animalis
Dr. G. Bleibohm und H. Hoos

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 08.11.13

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Protest gegen Hubertusmesse im Dom zu Speyer

Liebe Freunde der Tiere,

seit unseren Protesten gegen die Hubertusmesse im Dom zu Speyer im Jahr 2008 hatte das Bistum keine Hubertusmessen mehr zelebriert.
Den Jägern hat diese Entscheidung natürlich nicht gefallen und es ist ihnen nun gelungen, das Bistum Speyer umzustimmen, so dass diese antianimalistische Veranstaltung am 9. November diesen Jahres erneut stattfindet.

Diese Kehrtwende ist für uns natürlich Anlass, wieder in den Protest einzusteigen.
Lesen Sie dazu den gesamten  Schriftverkehr mit dem Bistum Speyer

Wir bitten Sie daher um tatkräftige Unterstützung bei unserem Protest!

Dazu haben wir eine Protest-E-Mail an Bischof Dr. Wiesemann und Domdekan Dr. Kohl vorbereitet:

Hier finden Sie eine vorformulierte Protestmail um deren Unterzeichnung wir Sie bitten.

Die Zeit ist gut und reif für Veränderungen in Sachen Jagd. Der NDR hat in seinem Fernsehprogramm am 14.10.2013 eine hervorragende Reportage zur Jagd gesendet.
Sehen Sie den NDR-Beitrag

Somit wird der Widersinn der Jagd auch mehr und mehr in der Bevölkerung erkannt werden und der Druck auf Verantwortliche und Politik steigen.
Also die richtige Zeit für unseren Hubertusmessen-Protest, der auch von einer Flyeraktion und weiterer Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird.

Nun freuen wir uns auf Ihre Unterstützung bei dem Protest gegen Hubertusmessen!

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. G. Bleibohm und H. Hoos

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 17.10.13

Montag, 23. September 2013

Was Jäger verschweigen

Textauszug aus dem Buch "Was Jäger verschweigen" von F. Werner

 

Vorwort

Die Jagd als Mittel zur Befriedigung eines Urtriebes beim Menschen, mit gleichzeitiger tierschutzgerechter Regulierung der Wildbestände und dazu noch hohe Jagdpachtzahlungen an Grundstückeigentümer, das kann doch so verwerflich gar nicht sein, wie es inzwischen immer öfter von manchen Menschen hingestellt wird! So denken viele in der Bevölkerung.
Dennoch werden die Stimmen von Tierschützern immer lauter und es wirkt beinah schon so, als ob die Jagd mit Tierquälerei viel mehr zu tun hat, als das bisher aufgrund einer weit verbreiteten Meinung zu vermuten war.
Mit diesem Buch widme ich mich nicht nur den Vorwürfen der Tierschützer, sondern versuche zudem vorhandene Zustände aufzuzeigen, die nicht nur für Tiere, sondern auch für unsere Gesellschaft sehr nachteilig sind.
Leser welche meinen, dass Hobby-Jäger wichtige gemeinnützige Aufgaben erfüllen, werden erstaunt sein, was unsere Jägerschaft so alles zu verbergen und zu verschweigen hat und auf welch wackeligen Füßen deren Image thront. Lügen, Halbwahrheiten, Behauptungen, oberflächlich wirkende Schlagworte und gute Beziehungen zu den für sie wichtigsten Institutionen sind die Stützen, auf denen noch alles steht.

.......

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom  21.09.13

Montag, 9. September 2013

Ponykarussell: Eine Frage des Umgangs mit Tieren

In Landau startet heute der Herbstmarkt. Mit von der Partie ist – wie schon seit vielen Jahren beim Mai- bzw. Herbstmarkt – ein Ponykarussell. Die Tiere tragen den ganzen Tag den Nachwuchs der Marktbesucher stupide im Kreis, stehen im Raudau und Trubel zwischen den anderen Fahrgeschäften.

Seit Jahren hagelt es Kritik von Tierschützern, wobei man eigentlich kein passionierter Tierschützer sein muss, um hier Mitleid für die Tieren zu empfinden. Jedes Jahr zweimal das selbe Spiel: Der Amtsveterinär kontrolliert die Haltungsbedingungen und diese scheinen ok zu sein. Dies wird nun auf Grund der aktuellen harschen Kritik in den ortansässigen Medien kundgetan – DIE RHEINPFALZ veröffentlichte aktuell einen langen Bericht. Die wahr werdenden Kinderreitwünsche werden geprießen, die langjärige Erfahrung des Betreibers und dessen Sinn für Tierschutz herausgestellt und der erste Beigeordnete der Stadt ist sich nicht zu Schade sich genervt über Tierschützer zu äußern. Und hoppla, das Spiel geht weiter!

Auch der Amtsveterinär kommt zu Wort und hat durchaus Recht, wenn er die Frage um das Für und Wider des Ponykarussells beim jetzigen Herbstmarkt als eine weltanschauliche Frage bezeichnet. Doch dieser Gedanke wird natürlich in dem Bericht nicht weiter vertieft.

....

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13

Das Blutbad hat bereits begonnen: Rumänien ruft zur massenhaften Tötung der Straßenhunde auf

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Journalisten Peter Löwisch und unterstützen Sie die Aufrufe/Petitionen con Dr. Carmen Arsene, der 1. Vorsitzenden des rumänischen Tierschutzbundes:


Die Tierschützer in Rumänien stehen unter Schock: Einen Tag nachdem der rumänische Präsident Traian Basescu die Regierung zum Erlass einer Notverordnung aufgefordert hat, ist die beabsichtige Massentötung von Straßenhunden bereits grauenvolle Realität – ein Verstoß gegen das Urteil des rumänischen Verfassungsgerichts und ein beispielloser Akt der Grausamkeit.

Anlass für die erneuten und verfassungswidrigen Tötungsaktionen ist der Tod eines vierjährigen Kindes in Bukarest, das laut Medienberichten von einer Meute streunender Hunde zu Tode gebissen wurde. Bereits am gleichen Tag berichten Tierschützer von blutigen Racheakten der Bevölkerung an den Straßenhunden. Angeheizt durch die reißerische Berichterstattung in den Medien entlädt sich die Wut an tausenden Straßenhunden und -katzen. Sie werden mit Ziegeln und Steinen erschlagen und verstümmelt, die überlebenden durch Hundefänger zusammengetrieben und abgeschlachtet – nicht selten unter dem Jubel der Anwohner.
Den Auftakt der offiziellen Massentötungen soll in Bukarest, Timosara und Craiovas stattfinden. In den öffentlichen Tierheimen sollen Hunde innerhalb weniger Tage eingeschläfert oder auf andere Weise umgebracht werden. Allein in Bukarest wird die Zahl der Straßenhunde auf 65 000 geschätzt.

......

Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13


Tierschutz vor Ort: Katze in erbärmlichem Zustand aufgefunden

Am Abend des 19.08.2013 erhielten wir einen Anruf aus Klingenmünster (Kreis Südpfälz). Auf die beherzten Klingenmünsterer Teenies, die wir im Zuge der Nutria-Aktion dort kennen lernen duften, ist eben Verlass. Im Gegensatz mal wieder zu vielen anderen Menschen, die offenbar angeekelt oder gleichgültig weggesehen haben bei diesem Kätzchen. Denn dieses Kätzchen war vollkommen zahm und lief nicht erst seit gestern in diesem elenden Zustand herum! Wie lange muss es auf menschliche Hilfe gehofft haben? Abgemagert, die Nase vollkommen zerfressen (so wulstig wie es aussah war vermutlich ein Tumor hier ursächlich), im Grunde war keine Nase mehr vorhanden, die Nebenhöhlen sowie der gesamte Kopfbereich waren bereits von Maden besiedelt.

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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13

Donnerstag, 20. Juni 2013

Ist das Kunst oder kann das weg?

Gedanken zu dem „Orgien Mysterien-Theater“ des Hermann Nitsch
Kunst muss nicht der Mehrheit gefallen. Kunst muss nicht durch die Mehrheit verstanden werden. Kunst ist kein Massenprodukt. Kunst darf individuell, exzentrisch und schräg sein. Kunst darf provozieren. Darf Kunst alles?

Das ist eine Frage, die seit geraumer Zeit intensiv diskutiert wird. Die Empörung ist groß, die Wogen überschlagen sich. Im Zuge seines „Orgien Mysterien-Theater“ will der umstrittene österreichische Künstler Hermann Nitsch am 22. Juni 2013 in Leipzig auf der Bühne Tiere ausweiden, mit Innereien und Gedärmen rumsudeln und eine seiner bereits bekannten Blutorgien veranstalten. Der Künstler Nitsch sagt, „das Orgien Mysterien-Theater ist ein Gesamtkunstwerk, Inszenierungen von realen Geschehnissen beanspruchen alle fünf Sinne. Das Wort wird nicht mehr benötigt“. Was möchte der Künstler dem Zuschauer sagen?
Allen vorneweg sind Tierrechtler und Tierschützer auf der Palme, aber auch in anderen Bevölkerungskreisen ohne besondere Affinität zum Tierschutz regen sich laute Stimmen. Die Tiere sollen nicht auf der Bühne geschlachtet werden, aber ihr Tod dient nur der Kunst. Denn die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht hat jede weitere Verwertung in Hinsicht auf Verzehr usw. untersagt. Ist das Kunst?

Eines steht fest: Nitsch will provozieren – das darf Kunst ja. Bei aller Verachtung gehe ich mal ein Schritt auf seine Idee zu. Will Nitsch eventuell unseren Umgang mit Tieren anprangern? Will er vielleicht sogar auf den blutrünstigen Umgang mit Tieren z.B. in Schlachthöfen aufmerksam machen? Ich habe keinen Anhaltspunkt für eine solche Intention gefunden. Auch fehlt mir alleine der Glaube daran, beim Blick zurück auf Nitschs vergangenes Schaffen. Selbst wenn es so wäre, würde ich an dieser Stelle sagen, dass er einen ungeeigneten Weg geht, wenn er sein Vorhaben so durchzieht. Würde er im letzten Moment sagen, „Ätsch – ich habe mit der Ankündigung provoziert!“, dann könnte und wollte ich das Konzept verstehen, wenn dann Schwein und Rind lebendig über die Bühne pilgern. Aber wer sich ein klein wenig über Nitsch’schen Blutorgien informiert hat, wird wenig Hoffnung hegen. Nitsch ist auf dem internationalen Kunstmarkt ein bekanntes, aber kleines Licht. Bekannt ist der Name im wesentlich nur im Zusammenhang mit derartig absurden Aufführungen. Seine Bilder werden bei internationalen Auktionshäusern kaum angeboten und wenn, dann nur im unteren Preissegment.
Also benötigt Herr Nitsch Werbung und Publicity, wenn er auf dem Kunstmarkt in höhere Kategorien aufsteigen möchte. Fatalerweise meint er, mit derart blödsinnigen Schockveranstaltungen im Konzert großer Künstler mitspielen zu können. Aber auch wenn ein Zwerg auf einem Berg von Aufmerksamkeit steht, bleibt er dennoch ein Zwerg. 
Kunst ist frei – und das ist auch gut so! Die Freiheit der Kunst wird in der Bundesrepublik Deutschland durch das Grundgesetz garantiert. Dieser Umstand ist ein wichtiges und hohes Gut und sollte niemals grundsätzlich zur Diskussion stehen. Aber darf Kunst deswegen alles?

Nein! Werfen wir dazu einen Blick auf die Meinungsfreiheit, ebenfalls ein wichtiges und hohes Gut, welches uns hierzulande auch durch die höchste Rechtsnorm garantiert wird. Trotzdem darf ich nicht beleidigen, diffamieren und Falschbehauptungen aufstellen. Diese Grenzen sind wichtig, da sonst jede Freiheit Missbrauch erfährt und unwillkürlich sich in Un-Freiheit wandelt, in das Diktat der Dummheit abdriftet.
Wenn also jetzt mit Hinblick auf Nitschs Pläne Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden sowie andere Institutionen, wie Veterinäramt, Ordnungsamt, Tierschutzbeirat, Oberbürgermeister, Politiker usw. auf die Freiheit der Kunst verweisen, machen sich diese Personen und Institutionen mit zu Totengräbern eben dieser Freiheit. Denn Freiheit muss auch verstanden werden, es muss behutsam mit diesem Gut umgegangen werden. Offensichtlich versteht dies unsere Obrigkeit nicht, es fehlt ihnen die intellektuelle Basis. Der Reiz mit zu provozieren und zu den von der Masse Unverstandenen zu gehören ist groß. Doch wo sind wir angelangt, wenn es reicht unverstanden zu sein, um sich mit dem Hauch des Elitären zu umgeben?

In der Sphäre der vermeintlich Elitären tummeln sich jetzt auch diejenigen, die den Kritikern des Kunstevents kleingeistiges und provinzielles Denken vorwerfen. Diese Personen schauen herab auf die Person, die sich mit einem Wurstbrot in der Hand über die Schlachtung im Namen der Kunst echauffieren. Ja, da kann ich noch einen Schritt mitgehen. Doch noch herablassender schauen diese vermeintlichen Größen herab auf Tierrechtler und Tierschützer und versuchen denen klarzumachen, dass das Leben kein Ponyhof ist. Nun, auch wenn mancher Gedanke in dieser Szene kurz gedacht ist, mancher Wunsch und manche Forderung zunächst unrealistisch erscheint, steht doch hinter dem ganzen ein ehrlicher und aufrichtiger Gedanke: der Respekt und die Ehrfurcht vor dem Leben!
Keiner der Herrn Nitsch und seinen willfährigen Handlangern aus der Obrigkeit und Möchtegern-Denkern in diesem Darkroom der geistigen Onanie sitzt, hat für mein Dafürhalten das Recht auf diejenigen herabzusehen, die eine klare Ethik gegenüber dem einzelnen Lebewesen vertreten. Vielmehr sollten manche hier endlich ihr eigenes Versagen erkennen. Doch wo ist dieses Versagen anzusiedeln?

Wenn das „Orgien Mysterien-Spektakel“ wie geplant durchgeführt wird, haben die Behörden bis hin zur Staatsanwaltschaft versagt. Das Tierschutzgesetz sagt ganz klar, dass kein Tier ohne vernünftigen Grund getötet werden darf. Zuwiderhandlungen sind strafbewährt, bis hin zu Freiheitsstrafen. Die Veterinärämter haben eine Garantenstellung dahingehend, dass u.a. diese Rechtsnorm eingehalten wird. In der täglichen Praxis des Tierschutzes ist es für die Amtsveterinäre oftmals schwierig dieser Aufgabe nachzukommen. Die unrechtmäßigen Tötungen und Quälereien finden meist im Verborgenen statt, die Beweisführung, um Täter Dingfest zu machen, ist meist schwierig. Im Falle Leipzig wird eine solche Tat öffentlich angekündigt – alle schauen zu und verweisen auf die Freiheit der Kunst. Alle haben versagt, nicht aus Versehen versagt, sonder wollen versagen!
Würde ich heute öffentlich eine Straftat ankündigen, einen Bankraub, eine Vergewaltigung oder gar einen Mord, käme eine große Maschinerie in Gang, um dies zu verhindern. In Leipzig passiert gar nichts! Wer kann das Vorhaben des Herrn Nitsch noch verhindern?

Wahrscheinlich niemand. Demo und Protest sind angekündigt, was letztendlich das Spektakel noch ausweitet und dem Künstler eine noch größere Bühne und Aufmerksam bereitet. Ein Künstler, der es nicht schafft mit seinem künstlerischen Oeuvre nennenswert Aufmerksamkeit und Wert auf nationaler und internationaler Ebene zu erlangen, versucht es durch Provokation und willfähriger Unterstützung einiger Steigbügelhalter, die allesamt mangels Kunstkenntnis und Kunstverständnis einem dilettierenden Kunstzwerg auf dem Leim gegangen sind und sich in ihrer geistigen Beschränktheit zu mitspielenden Marionetten und Statisten degradieren ließen, ohne es selbst zu merken.

Das ganze Setting verkommt zu Brot und Spielen für das Volk, eine Unterhaltungsform, auf das wir in Erinnerung des römischen Amphitheaters normalerweise verachtungsvoll zurückblicken. Ist das alles Grund sich von der Sache zu distanzieren und wegzuschauen?

Nein! Wir spielen mit! Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass Hermann Nitsch und seine Gefolgsleute noch etwas länger im Gespräch bleiben. Wir werden das Versagen von Ämtern, Behörden und Justiz mit in das Spektakel integrieren. Wir werden den Finger in die Wunde legen und hoffen, dass diese sich infiziert und eitert. Denn der Prozess des Eiterns ist ein reinigender Prozess!

Um nun noch zum Schluss den Bogen zu schlagen und die zentrale Frage zu beantworten: Das ist keine Kunst – das kann weg!

19.06.2013 Harald Hoos 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei - ruft zu einer Demo gegen das
"Orgien Mysterien-Theater" auf:
Wir bitten alle Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler an der Demonstration “Tiermord für die Kunst – Nicht mit uns!“ teilzunehmen.

Datum: Samstag, den 22. Juni 2013
Ort: in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs des Centraltheaters, Bosestr. 1, Leipzig
Zeit: 15:30 bis 18:30 Uhr

Weitere Infos unter www.tierschutzpartei.de

Quelle: pro iure Newsletter vom 19.06.13

Mittwoch, 12. Juni 2013

Mahnwache bei Cirkus Krone in Bad Kreuznach





Am 8. Juni fand vor dem Cirkus Krone in Bad Kreuznach eine Mahnwache statt. Bei der von Udo Dautermann von pro-iure-animalis initiierten Aktion waren ca. 35 Personen mit vor Ort, um gegen die Wildtierhaltung im Zirkus zu protestieren.

Bad Kreuznacher Nachrichten vom 8.06.13


Der Redakteur von www.kreuznachernachrichten.de war bei der Mahnwache vor Ort und hat ein langes Gespräch mit Udo Dautermann und Harald Hoos geführt. Er hat zu der Kritik an der Wildtierhaltung im Zirkus auch weitere Informationen, u.a. bei PeTA eingeholt. Ein objektiver Bericht war das Resultat.

In diesem Zusammenhang ist interressant den Pressebericht in der Rhein-Zeitung zu lesen, dem es an Objektivität und Sachlichkeit fehlt. Es hat sich auch kein Redakteur vor Ort bemüht. Wahrscheinlich war die Gefahr zu groß, dass er Dinge wahrnehmen müsste, die nicht in seine Absicht passen ...

Rhein-Zeitung, Region Bad Kreuznach


Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 11.06.2013

Casper (männlich; geb. 02.09.2019) und Kunne (weiblich; geb. 05.09.2019)

  Liebe/r Interessent/in,   wir freuen uns, dass Sie sich für eine unserer Katzen interessieren.   Leider müssen wir auf zwei Punkte besonde...