Das Land Thüringen schafft die Rasseliste ab
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American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Co. gelten in Thüringen demnächst nicht mehr per se als gefährliche Hunde. Nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Woche auch der Landtag in Thüringen entschieden, die umstrittene Rasseliste abzuschaffen. Nach der Veröffentlichung der Änderung des „Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren“ im Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt wird in Thüringen in Zukunft kein Hund mehr allein aufgrund seiner Rassezugehörigkeit als gefährlich gelten. Für TASSO ist das ein Grund zur Freude und eine weitere Bestätigung für die Forderung, Rasselisten deutschlandweit abzuschaffen. Denn in immerhin 13 deutschen Bundesländern werden nach wie vor zahlreiche Hunderassen völlig willkürlich und ohne wissenschaftliche Grundlage als gefährlich angesehen. TASSO appelliert daher an die verbliebenen deutschen Bundesländer dem Beispiel der drei Vorreiterländer zu folgen.
„Rasselisten haben in der Vergangenheit keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden geleistet. Dies belegen auch die zuletzt veröffentlichten Zahlen, denen zufolge von den 415 Beißvorfällen in Thüringen lediglich neun von den gelisteten Hunderassen verursacht wurden“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. „Die Einstufung eines Hundes als gefährlich aufgrund seiner Rassezugehörigkeit ist wissenschaftlich unhaltbar und unseriös.“
Eine bundesweit einheitliche Hundegesetzgebung ohne Rasselisten ist daher eine wichtige Forderung von TASSO. „Uns ist bewusst, dass die Hundegesetze und -verordnungen in den Bereich der Gefahrenabwehr fallen und somit Kompetenz der Länder sind. Dennoch ist der derzeitige Flickenteppich aus den unterschiedlichsten Regelwerken weder für den Bürger noch für Hundehalter nachvollziehbar und zielführend“, findet Mike Ruckelshaus.
Auch für die überfüllten Tierheime in Deutschland wäre die Abschaffung der Rasselisten eine Erleichterung. „Hunde der gelisteten Rassen, die in der Vergangenheit nahezu nicht vermittelbar und oft jahrelang im Tierheim untergebracht waren, erhalten dann wieder die Chance auf ein neues Zuhause“, weiß Mike Ruckelshaus. Das Beispiel aus Thüringen zeigt: Der beharrliche Widerstand und unermüdliche Einsatz gegen die Rasselisten lohnt sich.
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© Copyright TASSO e.V.
TASSO-Newsletter vom 01.02.2018
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Vermittlung von Katzen-Sorgenfellchen (Handicats und Senioren)
Tierschutz
Vermittlung von Hunde-Sorgenfellchen sowie vereinzelt Pferden und Nagern
Literarisches
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Donnerstag, 1. Februar 2018
Die Rasseliste in Thüringen ist Geschichte
Mittwoch, 31. Januar 2018
Tierqual – Selbstverständlichkeit und Staatsräson?
Liebe Freunde der Tiere,
seit einigen Wochen wird berichtet, dass der Bauernverband den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine fordert. Seit ein paar Tagen geht durch die Medien, dass Autokonzerne Versuche mit Affen zur Schädlichkeit von Dieselabgasen gemacht haben. Es war Ende letzten Jahres, als im ZDF ein schockierender Filmbetrag über Tiertransporte gelaufen ist ... die Liste ließe sich fortsetzen.
Wo bleiben die scharfen Töne in den Medien, die solche bestialischen Taten verurteilen? Wieso gibt es keine Analyse zu der Wildschwein-Genozid-Forderung des Bauernverbandes, welche zu dem Ergebnis kommen müsste, dass eine solche Forderung nicht nur gegen das Tierschutzgesetz verstößt und jede Ethik in die Tonne tritt, sondern auch das Staatsziel Tierschutz aus dem Grundgesetz mit Füßen tritt?
Und nicht zuletzt muss die Frage gestellt werden: Wo bleiben unsere Politiker, die nicht nur für Menschenrechte Verantwortung tragen, sondern auch für die Rechte der Tiere? Kommt einer unserer deutschen Politiker einmal auf die Idee, dass Schweigen an dieser Stelle nicht nur einfach eine Meinungslosigkeit ist, sondern vielmehr als Staatsversagen gewertet werden kann und muss?
Durch die sozialen Medien gehen Bilder und Filme, die z.B. das Häuten lebendiger Hunde zeigen, die danach hautlos noch herumlaufen. Unser Freund und Kollege Peter Arras von Aktion Konsequenter Tierschutz (AKT) macht mit seiner Petition an die UN (https://www.change.org/p/the-united-nations-is-to-outlaw-crimes-against-humanity?utm_source=embedded_petition_view) auf diese Qualen und den herrschenden Sadismus gegenüber Tieren aufmerksam. Obwohl er sich intensiv darum bemüht hat, wird ihm jegliche Unterstützung seitens der Medien versagt. So grausame Bilder könne man nicht zeigen, ist eines der von Medienvertretern dafür angebrachten „Argumente“.
In diesen Kontext passt ein Text von Bernd Wolfgang Meyer. Hier ein Auszug:
Staatsräson Tierquälereien. [...]
Nach wie vor bemühen die Medien sich aufopfernd, Tiermißbrauch als das Normalste schlechthin darzustellen und billigen zustimmend das Recht des Menschen, Tiere in jeder Hinsicht mit größter Selbstverständlichkeit auszubeuten und grausamst zu töten. Das kann nur als systemimmanent verstanden werden. Zumindest Redakteure, wenn eventuell auch nicht alle Journalisten, sind definitiv Antitierschutz ausgerichtet und mit mangelnder Empathie ausgestattet. Redakteure allerdings sind auch nur Befehlsempfänger der Arbeitgeber. Von diesen ist bekannt, daß die namhaften und entscheidenden, Litz Mohn und Friede Springer, beste Freundinnen der Merkel sind, von der noch nie eine Lanze für Tiere gebrochen wurde. Die Medienleitlinien orientieren sich analog anthroposophischer Richtlinien, nach denen es keine schlechten Menschen geben kann und darf. In radikaler ideologischer Verblendung wird die Einzigartigkeit des Menschen unter den Lebewesen bemüht und mit den passenden Adjektiven“ schrecklich, ein Menschentod, normal ein Tiertod im Schlachthaus und das ausufernde Verständnis für die armen Schlachter, die nichts dafür können, weil sie zu wenig verdienen“ ausgeschmückt. Aus diesem Kontext erklärt sich auch das mediale Faible für phantastische Phantasien in Bezug zu Religionen.
In der Politik gestaltet sich die Sache differenzierter. Die Masse der 709 Parlamentarier setzen sich aus Rechtsanwälten zusammen, Leuten, die nichts anderes gelernt haben als die Spielregeln der Gesellschaft. Gleich anschließend folgen die mit Bauern bezeichneten Mäster, die in junger Vergangenheit die Lehrer vom zweiten Platz verdrängt haben. Erstere haben gemein, daß sie zu den auserwählten Berufen gehören, die auch mit mäßiger, oder überhaupt keiner Leistung, gesetzlichen Anspruch auf Honorar verkörpern und die zweite Berufgruppe vertritt ihr ureigenes Berufsmodell, in dem Wohltaten für Tiere fehl am Platze und geschäftsschädigend sind. Sie sind nichts anderes als Lobbyisten zum eigenen Vorteil, in der Camouflage eines "Volksvertreters" und dürfen regelmäßig die entscheidenden Landwirtschaftsminister stellen. Dem Viehwirt wird somit die herausragendste Position in unserer Demokratie geboten. Eine Bevorzugung, die anderen Berufszweigen versagt bleibt. Die Egoistik ist für beide Gruppen Maßstab, oder benchmark.
Es steht nicht zu erwarten, daß beide Berufsgruppen, die weit mehr als Zweidrittel der Abgeordneten ausmachen, sich für Interessen anderer Couleur einsetzen und einsetzen werden.
Es steht nicht zu erwarten, daß beide Berufsgruppen, die weit mehr als Zweidrittel der Abgeordneten ausmachen, sich für Interessen anderer Couleur einsetzen und einsetzen werden.
Anders ist nicht zu verstehen, daß selbst solch drastische Information, wie die Dokumentation über Tierverschleppungen und sadistische Quälereien als Vorspiel zu Schlachtorgien so gar keinen Eindruck auf diese hohen Herren machten, es sei denn, sie haben sich nicht der Mühe unterzogen, den Film zur Kenntnis zu nehmen. Aber genau dafür bezahlen wir sie. Die Wahrnehmung der Wahrheit und gerechtes Handeln. […]
Den vollständigen Text von Bernd Wolfgang Meyer finden Sie hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php/nachrichtenleser/staatsraeson-tierquaelereien.html
In diesem Sinne ...
In diesem Sinne ...
herzliche Grüße
für pro iure animalis
pro iure animalis - Newsletter vom 31.01.2018
Samstag, 16. Januar 2016
Ergebnisse der Artenschutzkonferenz in Genf
Erfolge für Pro Wildlife auf der Artenschutzkonferenz in Genf
Lieber Wildtierfeund,
in Genf geht heute ein wichtiges Artenschutztreffen zu Ende: Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) hat Weichen für die große Konferenz im September gestellt. Pro Wildlife war mit drei Expertinnen vor Ort und an verschiedenen Entscheidungen beteiligt.
Kampf gegen Elefantenwilderei und Elfenbeinschmuggel, großer Erfolg: Die Debatte über eine zukünftige Freigabe des Elfenbeinhandels ist vom Tisch. Angesichts der Eskalation von Wilderei und Elfenbeinschmuggel sind viele Regierungsvertreter, einschließlich der EU, von ihrem Plan abgerückt und haben damit den Weg für einen besseren Schutz der Elefanten freigemacht. Weiterer Lichtblick: Nach China hat diese Woche Hong Kong angekündigt, seine Elfenbeinmärkte „baldmöglichst“ zu schließen. Wir bleiben am Ball und beobachten, wann diese Ankündigung in die Tat umgesetzt wird.
Einsatz gegen kriminellen Tierhandel: In einem Vortrag informierte Pro Wildlife auf der Tagung über den illegalen Handel mit Reptilien. Zahlreiche Arten, die entweder durch CITES oder in ihren Ursprungsländern streng geschützt sind, werden systematisch abgesammelt und auf Tierbörsen sowie im Internet zu horrenden Preisen verkauft. Pro Wildlife drängt auf strengere Gesetze sowie eine konsequente Bestrafung von Tierschmugglern.
Dieses Jahr ist entscheidend für den Schutz vieler bedrohter Arten: Auf der großen CITES-Konferenz im Herbst wird über den Handel mit Elefanten, Reptilien, Nashörnern, Löwen, Menschenaffen, Haien, Schuppentieren, Hölzern und weiteren bedrohten Arten abgestimmt. Seit 1999 arbeitet Pro Wildlife intensiv bei CITES mit und konnte bei den Verhandlungen für dutzende bedrohte Arten einen besseren Schutzstatus durchsetzen.
Quelle: Pro Wildlife - Newsletter vom 15.01.16
Lieber Wildtierfeund,
in Genf geht heute ein wichtiges Artenschutztreffen zu Ende: Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) hat Weichen für die große Konferenz im September gestellt. Pro Wildlife war mit drei Expertinnen vor Ort und an verschiedenen Entscheidungen beteiligt.
Kampf gegen Elefantenwilderei und Elfenbeinschmuggel, großer Erfolg: Die Debatte über eine zukünftige Freigabe des Elfenbeinhandels ist vom Tisch. Angesichts der Eskalation von Wilderei und Elfenbeinschmuggel sind viele Regierungsvertreter, einschließlich der EU, von ihrem Plan abgerückt und haben damit den Weg für einen besseren Schutz der Elefanten freigemacht. Weiterer Lichtblick: Nach China hat diese Woche Hong Kong angekündigt, seine Elfenbeinmärkte „baldmöglichst“ zu schließen. Wir bleiben am Ball und beobachten, wann diese Ankündigung in die Tat umgesetzt wird.
Einsatz gegen kriminellen Tierhandel: In einem Vortrag informierte Pro Wildlife auf der Tagung über den illegalen Handel mit Reptilien. Zahlreiche Arten, die entweder durch CITES oder in ihren Ursprungsländern streng geschützt sind, werden systematisch abgesammelt und auf Tierbörsen sowie im Internet zu horrenden Preisen verkauft. Pro Wildlife drängt auf strengere Gesetze sowie eine konsequente Bestrafung von Tierschmugglern.
Dieses Jahr ist entscheidend für den Schutz vieler bedrohter Arten: Auf der großen CITES-Konferenz im Herbst wird über den Handel mit Elefanten, Reptilien, Nashörnern, Löwen, Menschenaffen, Haien, Schuppentieren, Hölzern und weiteren bedrohten Arten abgestimmt. Seit 1999 arbeitet Pro Wildlife intensiv bei CITES mit und konnte bei den Verhandlungen für dutzende bedrohte Arten einen besseren Schutzstatus durchsetzen.
Quelle: Pro Wildlife - Newsletter vom 15.01.16
Sonntag, 9. Februar 2014
Petition: Stoppt die Robbenjäger von Sylt!
Eigentlich dürfen Seehunde seit 1974 in Schleswig-Holstein nicht mehr gejagt werden. Jedoch unterliegen sie noch immer dem Jagdrecht. Rund 40 von der Landesregierung eingesetzte Seehundjäger dürfen daher beim Auffinden von hilflosen Tieren über deren Leben oder Tod entscheiden. In den letzten Monaten haben sie zahlreiche Tiere an den Stränden erschossen.
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Quelle: Deutsches Tierschutzbüro - Newsletter vom 09.02.14
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Quelle: Deutsches Tierschutzbüro - Newsletter vom 09.02.14
Montag, 28. Oktober 2013
Rückkehr einiger bedrohter Arten in Europa
Naturschutzbemühungen haben laut einem neuen Bericht zu einem Comeback gewisser bedrohter Tierarten geführt – auch in der Schweiz.
Dennoch warnen Naturschützer vor zu grossem Optimismus: Bei Arten, deren Lebensraum schrumpft, seien viel weniger Fortschritte zu vermelden.
In Europa haben sich die Bestände etlicher fast ausgerotteter Arten erholt. Das ergab eine Studie der London Zoological Society, Birdlife International und des European Bird Census Council. Dies sei Naturschutzbemühungen um Schutzgebiete und Jagdverbote zuzuschreiben. Doch viele Arten seien noch immer in Gefahr, erklärte warnend der letzte Woche in London veröffentlichte Bericht.
Bedroht seien jedoch nach wie vor alle Arten, deren Lebensraum sich im Landwirtschaftsgebiet befinde, erklärte Birdlife Schweiz auf Anfrage. Die Studie, die letzte Woche in London vorgestellt wurde, untersuchte die Bestandesentwicklung von insgesamt 40 Arten von grösseren Säugetieren und Vögeln.
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
Dennoch warnen Naturschützer vor zu grossem Optimismus: Bei Arten, deren Lebensraum schrumpft, seien viel weniger Fortschritte zu vermelden.
In Europa haben sich die Bestände etlicher fast ausgerotteter Arten erholt. Das ergab eine Studie der London Zoological Society, Birdlife International und des European Bird Census Council. Dies sei Naturschutzbemühungen um Schutzgebiete und Jagdverbote zuzuschreiben. Doch viele Arten seien noch immer in Gefahr, erklärte warnend der letzte Woche in London veröffentlichte Bericht.
40 Arten untersucht
In der Schweiz gibt es laut der Studie wieder deutlich mehr Biber, Steinböcke und Wanderfalken. Auch Störche, Gemsen und Hirsche sind wieder in grösserer Zahl zu finden. 6 Bartgeierjunge konnten in der Brutsaison 2013 in der Schweiz erfolgreich aufgezogen werden, 16 im ganzen Alpenraum, teilte die Schweizerische Vogelwarte am Mittwoch mit.Bedroht seien jedoch nach wie vor alle Arten, deren Lebensraum sich im Landwirtschaftsgebiet befinde, erklärte Birdlife Schweiz auf Anfrage. Die Studie, die letzte Woche in London vorgestellt wurde, untersuchte die Bestandesentwicklung von insgesamt 40 Arten von grösseren Säugetieren und Vögeln.
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
Tötung der Straßenhunde in Rumänien
Was die EU wirklich tun kann.
Rumänien hat ein Straßenhunde-Problem. Das weiß seit dem noch nicht vollständig aufgeklärten Tod eines vierjährigen rumänischen Jungens vor einigen Wochen fast ganz Europa. Nicht nur der Vorfall selbst, sondern auch die anschließend getroffenen radikalen Maßnahmen zur Eindämmung der Population von Straßenhunden – die nach aktuellem Kenntnisstand auch die oftmals grausame Tötung der Hunde duldet oder gar umfasst - hat für einen wahren Sturm an Medienberichten und Bürgerreaktion quer durch die EU gesorgt.
Für Tierschützer und die meisten Rumänen ist die Erkenntnis eines Straßenhunde-Problems freilich nicht neu. Seit Jahren sind die Probleme hinlänglich bekannt und zahlreiche nationale und internationale Organisationen sind im Land aktiv. Dass alle Versuche zur Lösung des Straßenhunde-Problems bisher gescheitert sind, liegt nach Einschätzung von Experten am Mangel einer echten Strategie. Und daran, dass öffentliche Gelder nicht für die eigentlichen Ziele – allen voran die Kastration der Tiere – eingesetzt wurde.
Nicht nur weil sich unter diesen Geldern auch EU-Mittel befinden, werden seit Wochen vehemente Forderungen an die europäischen Institutionen gestellt. Auch die in den EU-Verträgen enthaltenen Vorgaben zum Tierschutz erklären, warum sich zuletzt täglich tausende entsetzte Bürger an die Europäische Kommission (als oberste EU-Verwaltung) sowie an die Europa-Abgeordneten (als europäische Volksvertreter) gewendet haben. Denn Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union besagt:
„Bei der Festlegung und Durchführung der Politik der Union in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Binnenmarkt, Forschung, technologische Entwicklung und Raumfahrt tragen die Union und die Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung; sie berücksichtigen hierbei die Rechts- und Verwaltungsvorschriften und die Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten insbesondere in Bezug auf religiöse Riten, kulturelle Traditionen und das regionale Erbe."
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
Rumänien hat ein Straßenhunde-Problem. Das weiß seit dem noch nicht vollständig aufgeklärten Tod eines vierjährigen rumänischen Jungens vor einigen Wochen fast ganz Europa. Nicht nur der Vorfall selbst, sondern auch die anschließend getroffenen radikalen Maßnahmen zur Eindämmung der Population von Straßenhunden – die nach aktuellem Kenntnisstand auch die oftmals grausame Tötung der Hunde duldet oder gar umfasst - hat für einen wahren Sturm an Medienberichten und Bürgerreaktion quer durch die EU gesorgt.
Für Tierschützer und die meisten Rumänen ist die Erkenntnis eines Straßenhunde-Problems freilich nicht neu. Seit Jahren sind die Probleme hinlänglich bekannt und zahlreiche nationale und internationale Organisationen sind im Land aktiv. Dass alle Versuche zur Lösung des Straßenhunde-Problems bisher gescheitert sind, liegt nach Einschätzung von Experten am Mangel einer echten Strategie. Und daran, dass öffentliche Gelder nicht für die eigentlichen Ziele – allen voran die Kastration der Tiere – eingesetzt wurde.
Nicht nur weil sich unter diesen Geldern auch EU-Mittel befinden, werden seit Wochen vehemente Forderungen an die europäischen Institutionen gestellt. Auch die in den EU-Verträgen enthaltenen Vorgaben zum Tierschutz erklären, warum sich zuletzt täglich tausende entsetzte Bürger an die Europäische Kommission (als oberste EU-Verwaltung) sowie an die Europa-Abgeordneten (als europäische Volksvertreter) gewendet haben. Denn Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union besagt:
„Bei der Festlegung und Durchführung der Politik der Union in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Binnenmarkt, Forschung, technologische Entwicklung und Raumfahrt tragen die Union und die Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung; sie berücksichtigen hierbei die Rechts- und Verwaltungsvorschriften und die Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten insbesondere in Bezug auf religiöse Riten, kulturelle Traditionen und das regionale Erbe."
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
Gewaltopfer Nr. 1 sind Haustiere
Massive kantonale Unterschiede bei der Verfolgung von Tierquälereien – ungenügende Verfolgung von an Katzen begangenen Tierschutzverstössen.
2012 wurden in der Schweiz so viele Tierschutzdelikte untersucht wie nie zuvor. Dies zeigt die aktuelle Jahresanalyse der Stiftung für das Tier im Recht (TIR). In vielen Kantonen werden Tierquäler aber nach wie vor nicht konsequent verfolgt. Ein spezielles Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Strafpraxis bei an Katzen begangenen Tierschutzverstössen gerichtet. Auch in diesem Bereich hat die TIR erhebliche Missstände festgestellt und fordert griffige Vollzugsstrukturen in allen Kantonen.
Die TIR-Studie der Schweizer Tierschutzstrafpraxis 2012 birgt erneut brisante Erkenntnisse. Mit 1404 Tierschutzstrafverfahren wurde ein absoluter Höchstwert erzielt. Landesweit hat sich die Fallzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht, in den letzten 15 Jahren sogar verachtfacht.
Die Kantone Bern und St. Gallen weisen mit je 248 am meisten Tierschutzstrafverfahren aus. Hohe Fallzahlen liegen auch aus Zürich (237) und Aargau (107) vor. Auf den weiteren Plätzen folgen Graubünden (70) und Solothurn (52). Erfreulich ist insbesondere die weiter anhaltende positive Entwicklung im Kanton Graubünden. Wie bereits im Vorjahr ist erneut eine Zunahme der wegen Tierschutzdelikten durchgeführten Strafverfahren zu verzeichnen. Die Fallzahl ist gegenüber dem Vorjahr von 55 auf 70 gestiegen; seit dem Jahr 2010 hat sie sich mehr als vervierfacht. Diese Zunahme ist insbesondere auf die Arbeit der seit 2010 bestehenden Fachstelle für Tierschutz zurückzuführen. Wie positiv sich geeignete Strukturen und spezialisierte Amtsstellen auf den kantonalen Tierschutzvollzug auswirken, zeigt sich auch in Bern, St. Gallen, Graubünden, Zürich und Solothurn.
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
2012 wurden in der Schweiz so viele Tierschutzdelikte untersucht wie nie zuvor. Dies zeigt die aktuelle Jahresanalyse der Stiftung für das Tier im Recht (TIR). In vielen Kantonen werden Tierquäler aber nach wie vor nicht konsequent verfolgt. Ein spezielles Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Strafpraxis bei an Katzen begangenen Tierschutzverstössen gerichtet. Auch in diesem Bereich hat die TIR erhebliche Missstände festgestellt und fordert griffige Vollzugsstrukturen in allen Kantonen.
Die TIR-Studie der Schweizer Tierschutzstrafpraxis 2012 birgt erneut brisante Erkenntnisse. Mit 1404 Tierschutzstrafverfahren wurde ein absoluter Höchstwert erzielt. Landesweit hat sich die Fallzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht, in den letzten 15 Jahren sogar verachtfacht.
Die Kantone Bern und St. Gallen weisen mit je 248 am meisten Tierschutzstrafverfahren aus. Hohe Fallzahlen liegen auch aus Zürich (237) und Aargau (107) vor. Auf den weiteren Plätzen folgen Graubünden (70) und Solothurn (52). Erfreulich ist insbesondere die weiter anhaltende positive Entwicklung im Kanton Graubünden. Wie bereits im Vorjahr ist erneut eine Zunahme der wegen Tierschutzdelikten durchgeführten Strafverfahren zu verzeichnen. Die Fallzahl ist gegenüber dem Vorjahr von 55 auf 70 gestiegen; seit dem Jahr 2010 hat sie sich mehr als vervierfacht. Diese Zunahme ist insbesondere auf die Arbeit der seit 2010 bestehenden Fachstelle für Tierschutz zurückzuführen. Wie positiv sich geeignete Strukturen und spezialisierte Amtsstellen auf den kantonalen Tierschutzvollzug auswirken, zeigt sich auch in Bern, St. Gallen, Graubünden, Zürich und Solothurn.
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Quelle: Tierschutznews vom 28.10.13
Freitag, 27. September 2013
Pressemitteilung zum Hundemord in Rumänien
Wichtige Petitionen gegen den Hundemord in Rumänien. Bitte unterschreiben
http://www.petitionen24.com/protestbrief_an_rumanischen_prasidenten_und_verfassungsgericht#form
Euthanisie in Rumänien. Vorsicht, kein Video für Kinder und empfindsame Menschen
http://www.youtube.com/watch?v=PNn8chk6tBw
Quelle: ETN-Newsletter vom 26.09.13
http://www.petitionen24.com/protestbrief_an_rumanischen_prasidenten_und_verfassungsgericht#form
Euthanisie in Rumänien. Vorsicht, kein Video für Kinder und empfindsame Menschen
http://www.youtube.com/watch?v=PNn8chk6tBw
Quelle: ETN-Newsletter vom 26.09.13
Montag, 9. September 2013
Vogelschutz-Newsletter 29/2013
Polizei beschlagnahmt 150 Singvögel
Razzia bei Tierhändler aus Bottrop
Ein Tierhändler aus Bottrop-Kirchhellen steht unter dem Verdacht, jahrelang geschützte Singvögel auf seinem Grundstück gefangen und bundesweit an Liebhaber verkauft zu haben. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurden vergangene Woche bei einer Durchsuchung der Wohnräume des Mannes von der Polizei mehr als 150 in Käfigen gehaltene einheimische Singvögel sichergestellt. Es handelte sich dabei um Stieglitze, Meisen, Finken, Erlenzeisige, Dompfaffen, Mönchsgrasmücken und Kleiber. Nach Angaben der Polizei Recklinghausen wurden bei der Aktion auch mehrere Käfigfallen sowie Gerätschaften zur Manipulation von Zuchtringen entdeckt.
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Quelle: Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Ponykarussell: Eine Frage des Umgangs mit Tieren
In Landau startet heute der Herbstmarkt. Mit von der Partie ist – wie schon seit vielen Jahren beim Mai- bzw. Herbstmarkt – ein Ponykarussell. Die Tiere tragen den ganzen Tag den Nachwuchs der Marktbesucher stupide im Kreis, stehen im Raudau und Trubel zwischen den anderen Fahrgeschäften.
Seit Jahren hagelt es Kritik von Tierschützern, wobei man eigentlich kein passionierter Tierschützer sein muss, um hier Mitleid für die Tieren zu empfinden. Jedes Jahr zweimal das selbe Spiel: Der Amtsveterinär kontrolliert die Haltungsbedingungen und diese scheinen ok zu sein. Dies wird nun auf Grund der aktuellen harschen Kritik in den ortansässigen Medien kundgetan – DIE RHEINPFALZ veröffentlichte aktuell einen langen Bericht. Die wahr werdenden Kinderreitwünsche werden geprießen, die langjärige Erfahrung des Betreibers und dessen Sinn für Tierschutz herausgestellt und der erste Beigeordnete der Stadt ist sich nicht zu Schade sich genervt über Tierschützer zu äußern. Und hoppla, das Spiel geht weiter!
Auch der Amtsveterinär kommt zu Wort und hat durchaus Recht, wenn er die Frage um das Für und Wider des Ponykarussells beim jetzigen Herbstmarkt als eine weltanschauliche Frage bezeichnet. Doch dieser Gedanke wird natürlich in dem Bericht nicht weiter vertieft.
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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13
Seit Jahren hagelt es Kritik von Tierschützern, wobei man eigentlich kein passionierter Tierschützer sein muss, um hier Mitleid für die Tieren zu empfinden. Jedes Jahr zweimal das selbe Spiel: Der Amtsveterinär kontrolliert die Haltungsbedingungen und diese scheinen ok zu sein. Dies wird nun auf Grund der aktuellen harschen Kritik in den ortansässigen Medien kundgetan – DIE RHEINPFALZ veröffentlichte aktuell einen langen Bericht. Die wahr werdenden Kinderreitwünsche werden geprießen, die langjärige Erfahrung des Betreibers und dessen Sinn für Tierschutz herausgestellt und der erste Beigeordnete der Stadt ist sich nicht zu Schade sich genervt über Tierschützer zu äußern. Und hoppla, das Spiel geht weiter!
Auch der Amtsveterinär kommt zu Wort und hat durchaus Recht, wenn er die Frage um das Für und Wider des Ponykarussells beim jetzigen Herbstmarkt als eine weltanschauliche Frage bezeichnet. Doch dieser Gedanke wird natürlich in dem Bericht nicht weiter vertieft.
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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13
Das Blutbad hat bereits begonnen: Rumänien ruft zur massenhaften Tötung der Straßenhunde auf
Lesen Sie hier die Stellungnahme des Journalisten Peter Löwisch und unterstützen Sie die Aufrufe/Petitionen con Dr. Carmen Arsene, der 1. Vorsitzenden des rumänischen Tierschutzbundes:
Die Tierschützer in Rumänien stehen unter Schock: Einen Tag nachdem der rumänische Präsident Traian Basescu die Regierung zum Erlass einer Notverordnung aufgefordert hat, ist die beabsichtige Massentötung von Straßenhunden bereits grauenvolle Realität – ein Verstoß gegen das Urteil des rumänischen Verfassungsgerichts und ein beispielloser Akt der Grausamkeit.
Anlass für die erneuten und verfassungswidrigen Tötungsaktionen ist der Tod eines vierjährigen Kindes in Bukarest, das laut Medienberichten von einer Meute streunender Hunde zu Tode gebissen wurde. Bereits am gleichen Tag berichten Tierschützer von blutigen Racheakten der Bevölkerung an den Straßenhunden. Angeheizt durch die reißerische Berichterstattung in den Medien entlädt sich die Wut an tausenden Straßenhunden und -katzen. Sie werden mit Ziegeln und Steinen erschlagen und verstümmelt, die überlebenden durch Hundefänger zusammengetrieben und abgeschlachtet – nicht selten unter dem Jubel der Anwohner.
Den Auftakt der offiziellen Massentötungen soll in Bukarest, Timosara und Craiovas stattfinden. In den öffentlichen Tierheimen sollen Hunde innerhalb weniger Tage eingeschläfert oder auf andere Weise umgebracht werden. Allein in Bukarest wird die Zahl der Straßenhunde auf 65 000 geschätzt.
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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13
Tierschutz vor Ort: Katze in erbärmlichem Zustand aufgefunden
Am Abend des 19.08.2013 erhielten wir einen Anruf aus Klingenmünster (Kreis Südpfälz). Auf die beherzten Klingenmünsterer Teenies, die wir im Zuge der Nutria-Aktion dort kennen lernen duften, ist eben Verlass. Im Gegensatz mal wieder zu vielen anderen Menschen, die offenbar angeekelt oder gleichgültig weggesehen haben bei diesem Kätzchen. Denn dieses Kätzchen war vollkommen zahm und lief nicht erst seit gestern in diesem elenden Zustand herum! Wie lange muss es auf menschliche Hilfe gehofft haben? Abgemagert, die Nase vollkommen zerfressen (so wulstig wie es aussah war vermutlich ein Tumor hier ursächlich), im Grunde war keine Nase mehr vorhanden, die Nebenhöhlen sowie der gesamte Kopfbereich waren bereits von Maden besiedelt.
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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13
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Quelle: pro iure animalis Newsletter vom 09.09.13
Samstag, 7. September 2013
Vogelschutz-Newsletter 28/2013
Liebe Natur- und Tierfreunde,
es klingt nach einem Aprilscherz, ist aber wirklich passiert: Der Präfekt von Les Landes (Südwestfrankreich) hat gestern Abend alle derzeit eingesetzten Komitee-Mitglieder des Departements verwiesen! Er begründet den Platzverweis mit angeblich illegalen Aktionen der deutschen und italienischen Vogelschützer. Der Ausweisung waren tagelange Blockaden und Untätigkeit der Polizei voraus gegangen - die Gendarmen weigerten sich, Anzeigen gegen kriminelle Vogelfänger aufzunehmen, waren unfreundlich und haben uns aktiv davon abgehalten, Fangstellen zu suchen und zur Anzeige zu bringen. Unsere Pressemeldung zu den aktuellen Ereignissen finden Sie hier:
Polizei setzt Vogelschützer fest
Protestaktion - machen Sie mit: Wir haben heute Mittag eine Protestaktion an den französischen Botschafter in Berlin gestartet - sagen Sie Herrn Gourdault-Montagne Ihre Meinung über Behördenwillkür und den Filz aus Politik, Polizei und Wilderei in Les Landes! Adressen für Briefe, Mails und Faxe finden Sie hier:
Protestaktion Ortolane
Es wäre nett, wenn Sie Freunde und Bekannte über die Aktion informieren würden - nur wenn viele Menschen ihren Unmut äußern, merken die Politiker vor Ort, dass sie in der EU so nicht vorgehen können!
es klingt nach einem Aprilscherz, ist aber wirklich passiert: Der Präfekt von Les Landes (Südwestfrankreich) hat gestern Abend alle derzeit eingesetzten Komitee-Mitglieder des Departements verwiesen! Er begründet den Platzverweis mit angeblich illegalen Aktionen der deutschen und italienischen Vogelschützer. Der Ausweisung waren tagelange Blockaden und Untätigkeit der Polizei voraus gegangen - die Gendarmen weigerten sich, Anzeigen gegen kriminelle Vogelfänger aufzunehmen, waren unfreundlich und haben uns aktiv davon abgehalten, Fangstellen zu suchen und zur Anzeige zu bringen. Unsere Pressemeldung zu den aktuellen Ereignissen finden Sie hier:
Polizei setzt Vogelschützer fest
Protestaktion - machen Sie mit: Wir haben heute Mittag eine Protestaktion an den französischen Botschafter in Berlin gestartet - sagen Sie Herrn Gourdault-Montagne Ihre Meinung über Behördenwillkür und den Filz aus Politik, Polizei und Wilderei in Les Landes! Adressen für Briefe, Mails und Faxe finden Sie hier:
Protestaktion Ortolane
Es wäre nett, wenn Sie Freunde und Bekannte über die Aktion informieren würden - nur wenn viele Menschen ihren Unmut äußern, merken die Politiker vor Ort, dass sie in der EU so nicht vorgehen können!
US-Behörde lässt aus Geldnot Tiere einschläfern
Ein Reservat zum Schutz einer gefährdeten Schildkrötenart in Nevada steht wegen finanzieller Probleme vor dem Aus:
Hunderte Tiere sollen deshalb getötet werden.
Jahrzehntelang wurden die unter Artenschutz stehenden Kalifornischen Gopherschildkröten im Naturschutzreservat Desert Tortoise in Las Vegas umsorgt und gepflegt. Im Zuge der Wirtschaftskrise hat die zuständige Behörde aber nicht mehr genug Geld für den Unterhalt der Einrichtung. Deshalb sollen in den kommenden Monaten hunderte Tiere eingeschläfert werden.
Forscher suchen im Naturschutzreservat unter den 1400 Bewohnern der Einrichtung nach den Exemplaren, die kräftig genug sind, um in die Wildnis entlassen zu werden. Mitarbeiter erwarten aber, dass vor einer Schliessung der Anlage Ende 2014 mehr als die Hälfte der Tiere getötet werden muss.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
Hunderte Tiere sollen deshalb getötet werden.
Jahrzehntelang wurden die unter Artenschutz stehenden Kalifornischen Gopherschildkröten im Naturschutzreservat Desert Tortoise in Las Vegas umsorgt und gepflegt. Im Zuge der Wirtschaftskrise hat die zuständige Behörde aber nicht mehr genug Geld für den Unterhalt der Einrichtung. Deshalb sollen in den kommenden Monaten hunderte Tiere eingeschläfert werden.
Forscher suchen im Naturschutzreservat unter den 1400 Bewohnern der Einrichtung nach den Exemplaren, die kräftig genug sind, um in die Wildnis entlassen zu werden. Mitarbeiter erwarten aber, dass vor einer Schliessung der Anlage Ende 2014 mehr als die Hälfte der Tiere getötet werden muss.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
Tod auf der Weide
Mit der Tötung von Rindern auf der Weide soll den Tieren Transportstress erspart werden.
Ob die Methode tatsächlich mehr Tierschutz bringt, ist umstritten.
Eric Meili arbeitet beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und hält Mutterkühe. Seinen rund 200 Kunden in der Direktvermarktung wolle er nur das allerbeste Fleisch anbieten, sagt Meili. Auch wenn er seine Tiere optimal halten kann, bleibt für ihn ein Problem: Der Gang ins Schlachthaus. Meili begleitet seine Tiere zwar dorthin, sorgt mit viel Geduld dafür, dass sie zuvor selbstständig in den Transportanhänger steigen und erspart ihnen damit Stress. Ihm ist das aber nicht genug: "Der Transport und der Aufenthalt im Schlachthof sind für die Tiere immer ein Stressfaktor". Meili will deshalb vor allem aus Gründen des Tierschutzes Landwirten die Weideschlachtung ermöglichen. Dabei werden die Tiere auf dem Feld mit einem Schuss aus dem Gewehr betäubt, mit Seilwinden in eine mobile Schlachtbox gezogen, dort so schnell wie möglich ausgeblutet und im Schlachthaus ausgeweidet. Weil das Tier aus dem Nichts betäubt wird, erfährt es keinen Stress. "Das wäre der richtige Weg zu einem hochexklusiven Fleisch", sagt Meili, einer der Mitbegründer der Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef.
In der Schweiz ist die Tötung auf der Weide nur bei verunfalltem Schlachtvieh und bei Gehegewild wie Hirschen erlaubt. In allen anderen Fällen ist die Methode verboten. Meili hat deshalb zusammen mit einem Landwirt beim Kantonalen Veterinäramt Zürich ein Gesuch gestellt, das dem Bauern die Weideschlachtung erlauben sollte. Das Gesuch wurde im Juli vom Amt abgelehnt.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
Ob die Methode tatsächlich mehr Tierschutz bringt, ist umstritten.
Eric Meili arbeitet beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und hält Mutterkühe. Seinen rund 200 Kunden in der Direktvermarktung wolle er nur das allerbeste Fleisch anbieten, sagt Meili. Auch wenn er seine Tiere optimal halten kann, bleibt für ihn ein Problem: Der Gang ins Schlachthaus. Meili begleitet seine Tiere zwar dorthin, sorgt mit viel Geduld dafür, dass sie zuvor selbstständig in den Transportanhänger steigen und erspart ihnen damit Stress. Ihm ist das aber nicht genug: "Der Transport und der Aufenthalt im Schlachthof sind für die Tiere immer ein Stressfaktor". Meili will deshalb vor allem aus Gründen des Tierschutzes Landwirten die Weideschlachtung ermöglichen. Dabei werden die Tiere auf dem Feld mit einem Schuss aus dem Gewehr betäubt, mit Seilwinden in eine mobile Schlachtbox gezogen, dort so schnell wie möglich ausgeblutet und im Schlachthaus ausgeweidet. Weil das Tier aus dem Nichts betäubt wird, erfährt es keinen Stress. "Das wäre der richtige Weg zu einem hochexklusiven Fleisch", sagt Meili, einer der Mitbegründer der Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef.
In der Schweiz ist die Tötung auf der Weide nur bei verunfalltem Schlachtvieh und bei Gehegewild wie Hirschen erlaubt. In allen anderen Fällen ist die Methode verboten. Meili hat deshalb zusammen mit einem Landwirt beim Kantonalen Veterinäramt Zürich ein Gesuch gestellt, das dem Bauern die Weideschlachtung erlauben sollte. Das Gesuch wurde im Juli vom Amt abgelehnt.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
Rumänische Regierung plant Massentötung von Hunden zu legalisieren
In Rumänien droht die Massentötung von Hunden, nach dem tödlichen Unfall eines Kindes.
NetAP ruft weltweit Tierfreunde auf, gegen dieses Massaker an den Hunden bei der rumänischen Regierung zu protestieren und auch die Konsulate und Botschaften zu bitten, sich im Sinne des Tierschutzes gegen die drohende Gewalt gegen diese Tiere einzusetzen. In einem Schreiben an das Konsulat und die Botschaft in Bern legt NetAP den Sachverhalt ausführlich dar:
Sehr geehrte Damen und Herren
Am Montag wurde in Bukarest ein vier Jahre alter Knabe von Hunden auf einem brachliegenden Gelände getötet. Er hätte eigentlich, zusammen mit seinem Bruder, von seiner Grossmutter beaufsichtigt werden sollen, hatte sich aber aus einem Park weggeschlichen. Auf einem privaten Gelände kam es offenbar zu einem Vorfall zwischen den Kindern und einem oder mehreren Hunden, dessen genaue Umstände nicht bekannt sind. Eines der Kinder kam mit einer Bisswunde davon, das andere verstarb am Unfallort. Die Politiker und Medien in Ihrem Land nehmen diesen tragischen Vorfall zum Anlass, erneut über die Tötung der Strassenhunde zu diskutieren und wollen dabei konsequent und erbarmungslos vorgehen. Ihr Präsident Taian Basesu rief bereits am Dienstag die Regierung in Bukarest dazu auf, ein Gesetz zu verabschieden, welches die Tötung der Strassenhunde legalisiert. Die Medien haben sofort nachgezogen! In einer beispiellosen Hetzkampagne gegen die Tiere wird die Stimmung noch mehr aufgeheizt.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
NetAP ruft weltweit Tierfreunde auf, gegen dieses Massaker an den Hunden bei der rumänischen Regierung zu protestieren und auch die Konsulate und Botschaften zu bitten, sich im Sinne des Tierschutzes gegen die drohende Gewalt gegen diese Tiere einzusetzen. In einem Schreiben an das Konsulat und die Botschaft in Bern legt NetAP den Sachverhalt ausführlich dar:
Sehr geehrte Damen und Herren
Am Montag wurde in Bukarest ein vier Jahre alter Knabe von Hunden auf einem brachliegenden Gelände getötet. Er hätte eigentlich, zusammen mit seinem Bruder, von seiner Grossmutter beaufsichtigt werden sollen, hatte sich aber aus einem Park weggeschlichen. Auf einem privaten Gelände kam es offenbar zu einem Vorfall zwischen den Kindern und einem oder mehreren Hunden, dessen genaue Umstände nicht bekannt sind. Eines der Kinder kam mit einer Bisswunde davon, das andere verstarb am Unfallort. Die Politiker und Medien in Ihrem Land nehmen diesen tragischen Vorfall zum Anlass, erneut über die Tötung der Strassenhunde zu diskutieren und wollen dabei konsequent und erbarmungslos vorgehen. Ihr Präsident Taian Basesu rief bereits am Dienstag die Regierung in Bukarest dazu auf, ein Gesetz zu verabschieden, welches die Tötung der Strassenhunde legalisiert. Die Medien haben sofort nachgezogen! In einer beispiellosen Hetzkampagne gegen die Tiere wird die Stimmung noch mehr aufgeheizt.
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Quelle: Tierschutz-News vom 07.09.13
Samstag, 31. August 2013
Vogelschutz-Newsletter 26/2013
Liebe Natur- und Tierfreunde,
heute beginnt unser Vogelschutzcamp im Südwesten Frankreichs. Zehn Naturschützer aus Deutschland, Frankreich und Italien werden bis zum 08.09.2013 im Departement Les Landes im Einsatz sein. Ziel ist die Suche nach illegalen Fangstellen für den vom Aussterben bedrohten Ortolan. Die Ammernart wird mit kleinen Schlagfallen lebendig gefangen, gemästet und dann als Delikatesse an Restaurants verkauft. Die Polizei ist weitgehend untätig - Politiker, Jagdverbände und Behörden unterstützen die kriminellen Wilderer meist unverhohlen. Die Komiteemitglieder werden verbotenen Fallen einsammeln und versuchen, die Polizei zum Einschreiten gegen die Vogelfänger zu bewegen. Mehr Informationen zu unserem Vogelschutzcamp in Frankreich gibt´s hier: Aktionen gegen den Ortolanfang
heute beginnt unser Vogelschutzcamp im Südwesten Frankreichs. Zehn Naturschützer aus Deutschland, Frankreich und Italien werden bis zum 08.09.2013 im Departement Les Landes im Einsatz sein. Ziel ist die Suche nach illegalen Fangstellen für den vom Aussterben bedrohten Ortolan. Die Ammernart wird mit kleinen Schlagfallen lebendig gefangen, gemästet und dann als Delikatesse an Restaurants verkauft. Die Polizei ist weitgehend untätig - Politiker, Jagdverbände und Behörden unterstützen die kriminellen Wilderer meist unverhohlen. Die Komiteemitglieder werden verbotenen Fallen einsammeln und versuchen, die Polizei zum Einschreiten gegen die Vogelfänger zu bewegen. Mehr Informationen zu unserem Vogelschutzcamp in Frankreich gibt´s hier: Aktionen gegen den Ortolanfang
Unterdessen haben wir die erste Aktion dieser Herstsaison bereits abgeschlossen: Am vergangenen Wochenende (23. - 25.08.) hat ein Komitee-Team erstmals in einem Spätsommer im norditalienischen Brescia eine Aktion gegen die Wilderei durchgeführt. Ziel waren die Schnäpper- undRotschwanzfallen, die die Vogelfänger in einem engen Zeitfenster Ende August auffstellen. Unweit des Iseosees wurden dabei 47 Fallen und ein elektronisches Lockgerät gefunden und abgebaut. Ein Trauerschnäpper konnte unversehrt freigelassen werden, vier weitere Schnäpper und drei Gartenrotschwänze wurden tot geborgen. Die gute Nachricht: das Phänomen ist offenbar weniger verbreitet, als befürchtet. Im kommenden Jahr werden wir gezielt daran arbeiten, an den nun gefundenen Fangplätzen die Wilderer inflagranti zu erwischen!
In der WDR-Mediathek ist jetzt ein kurzer Fernsehbeitrag zum aktuellen Fall von Greifvogelverfolgung in NRW zu sehen: Rätseln um tote Greifvögel: Lokalzeit OWL vom 24.08.2013
Jagd: Schwere Tierquälerei in Tirol gefilmt
Erstmals wurde eine schwere Tierquälerei bei einer Jagd in Tirol von den Jägern unbemerkt gefilmt und öffentlich gemacht. Interessant dabei ist weniger die - sehr wahrscheinlich alltägliche - Jagd-Tierquälerei, sondern die reflexartige, scheinheilige Reaktion der offiziellen Jägerschaft (-> heutige Presseaussendung des Tiroler Jägerverbandes). Es wird so getan, als ob Tierquälereien in der Jagd Ausnahmen und nicht die Regel seien (die sich oft schon durch "waidgerechte" Jagdausübungen ergeben). Zudem haben die Jagdkollegen des entlarvten (russischen) Tierquälers diesen tagelang gedeckt, bis das Video schließlich online gestellt wurde. Offensichtlich war eine derartige Vorgangsweise für die beteiligten Jäger ganz "normal". Während das Video, welches von einem holländischen Wanderer gefilmt wurde, auf Youtube bereits gelöscht worden ist (darf die Wahrheit nicht öffentlich sein?), ist es tlw. noch auf ORF.at von der gestrigen ZIB 24 zu sehen.
Jagdgast aus Russland quält Gams
Hier noch ein Bericht in Heute.at: "Schockierende Szenen zeigt ein Video von einer Gamsjagd in Tirol, welches am 15. August von einem Amateurfilmer aufgenommen wurde. Eine Gruppe Männer schießt nahe dem Scharnitzjoch in der Leutschach erst eine Gämse an, zieht das blutende und schreiende Tier hinter sich über spitze Steine und tötet es erst nach langer Zeit mit einem Messer. Tirols Landesjägermeister zeigte sich entsetzt und will rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgehen. Das Video wurde am späten Montagnachmittag auf Youtube gesperrt! Dieses Video, das ein holländischer Tourist von einer Gruppe sich unbeobachtet fühlenden Jägern gefilmt hat, ist nichts für schwache Nerven! Auf dem Amateurfilm ist zu sehen, wie eine Gämse nach einem nicht tödlichen Schuß zu Boden geht und dann von einem Jäger rund eine Minute lang brutal über Felsen und Steine gezogen wird. Das stark blutende Tier schreit vor Schmerzen..."
Quelle: Animal Spirit Newsletter vom 27.08.2013
Jagdgast aus Russland quält Gams
Hier noch ein Bericht in Heute.at: "Schockierende Szenen zeigt ein Video von einer Gamsjagd in Tirol, welches am 15. August von einem Amateurfilmer aufgenommen wurde. Eine Gruppe Männer schießt nahe dem Scharnitzjoch in der Leutschach erst eine Gämse an, zieht das blutende und schreiende Tier hinter sich über spitze Steine und tötet es erst nach langer Zeit mit einem Messer. Tirols Landesjägermeister zeigte sich entsetzt und will rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgehen. Das Video wurde am späten Montagnachmittag auf Youtube gesperrt! Dieses Video, das ein holländischer Tourist von einer Gruppe sich unbeobachtet fühlenden Jägern gefilmt hat, ist nichts für schwache Nerven! Auf dem Amateurfilm ist zu sehen, wie eine Gämse nach einem nicht tödlichen Schuß zu Boden geht und dann von einem Jäger rund eine Minute lang brutal über Felsen und Steine gezogen wird. Das stark blutende Tier schreit vor Schmerzen..."
Quelle: Animal Spirit Newsletter vom 27.08.2013
Donnerstag, 22. August 2013
Greifvogelmassaker in Delbrück/Paderborn (NRW)
Delbrück (Paderborn/NRW):
Komitee-Mitarbeiter finden illegale Falle und 12 tote Greifvögel
Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord haben am 21.08.2013 im westfälischen Delbrück (Kreis Paderborn) ein wahres Greifvogelmassaker aufgedeckt. In zwei kleinen Wäldchen unweit einer Hühnerfarm bei Delbrück-Westenholz fanden sie eine in NRW nicht erlaubte Falle und insgesamt 12 tote Greifvögel. Die Polizei und ein Mitarbeiter des Kreises Paderborn wurden hinzugezogen.
In einem der Wäldchen stand neben Futtertonnen für Fasane und anderen jagdlichen Einrichtungen eine Falle, die seit 1995 in NRW verboten ist. Sie war aktuell nicht fängig gestellt, der Zustand des als Köder dienenden toten Fasans zeigt aber, dass sie noch vor wenigen Monaten in Betrieb gewesen sein musste. Nur vier Meter von der Falle entfernt lag unter einem Holzstapel versteckt ein toter Sperber, etwa 20 Meter entfernt die Überreste einer Rohrweihe und Skelettteile zweier Mäusebussarde. Ein Jäger in Liesborn (Warendorf) war erst im Februar 2012 mit einem solchen Fanggerät überführt worden - er hatte einen Mäusebussard gefangen.
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Quelle: Vogelschutz-Newsletter 25/2013, Komitee gegen den Vogelmord e. V. (CABS)
Donnerstag, 15. August 2013
Erfolg in Rom: Neues Jagdgesetz
Lombardei und Venetien verzichten auf Finkenjagd
Komitee-Youtubevideo im römischen Parlament gezeigt
Die italienische Regierung hat nach jahrelangen Protesten des Komitees gegen den Vogelmord, den von uns angestrengten Gerichtsverfahren gegen die Jagd auf EU-weit geschützten Finken und Pieper und unserer EU-Umweltbeschwerde aus dem Jahr 2011 Konsequenzen gezogen und das Jagdgesetz geändert.
Nach monatelangem Ringen und erheblichem Druck durch die EU-Kommission hat das Parlament in Rom am 31. Juli 2013 die vom Komitee und seinen Partnern vorgeschlagene Änderungen verabschiedet. Dabei geht es um die Einführung zahlreicher Hürden, die großzügige Abschusspläne für EU-weit geschützte Vogelarten künftig fast unmöglich machen.
Die beiden wichtigsten Neuerungen sind dabei:
- Die Freigaben müssen künftig auf dem Wege der Rechtsverordnung erteilt werden, nicht mehr als Sondergesetze. Damit können wir wieder gegen die Freigaben klagen, denn gegen Verordnungen kann man in Italien vor Gericht ziehen, gegen Gesetze dagegen nicht.
- Die Jagdfreigabe muss spätestens 3 Monate vor Jagdbeginn erteilt werden. Bislang ist sie oft erst am Tage vor dem Beginn der Jagdsaison veröffentlicht worden - wir hatten damit kaum Zeit für unsere Klagen. Mit der neuen Regelung verbleibt genug Zeit, die Freigaben vor dem ersten Schuss vor Gericht zu Fall zu bringen.
Quelle: Vogelschutz-Newsletter 24/2013, Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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Casper (männlich; geb. 02.09.2019) und Kunne (weiblich; geb. 05.09.2019)
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