Freitag, 14. April 2017

Pai, ca.*09/2015, deformierte Vorderbeine, wild?

Pai (*ca. 09/2015) ist eine Katze, wie man sie nicht oft, aber doch immer wieder mal, im Tierschutz antrifft. Gefunden in den Straßen Madrids mit schlimmstens deformierten Vorderbeinen – man fragt sich immer wieder, wie konnte sie so überleben?

Die spanische Kollegin glaubte am Anfang nicht, dass Pai eine wilde Katze ist, da sie sich einfach nicht vorstellen kann, wie sie so zurecht gekommen ist. Dass sie keine Wunden an ihren Beinen hat, ist unglaublich. Leider gibt es auch keine operative Möglichkeiten, Pai zu helfen und so versuchen wir, für dieses außergewöhnliche Katzenmädchen DAS Zuhause zu finden, denn auf die Straße wollen wir sie so auch nicht zurück setzen und eigentlich, finde ich, sprechen die Bilder auch für sich – ganz so wild ist sie dann wohl doch nicht.

Pai wurde bei ANAA aufgenommen, durfte jedoch dann in eine private Pflegestelle umziehen. Ihre Pflegemama, die sie eigentlich behalten wollte, beschreibt das Zusammenleben und Pai so:

Als Pai in der Transportbox in ihrer Pflegestelle ankam, suchte sie sich zuerst einmal die kleinste Ecke, die sie finden konnte. Sie war zuerst allein im Schlafzimmer untergebracht; wenn die Pflegemama zum Schlafen den Raum betrat, suchte Pai immer den am weitesten entlegenen Winkel auf. Oft hat sie zu Anfang, wenn dort geputzt wurde, vor Angst unter sich gemacht oder Kot abgesetzt.

Geändert hat sich ihr Verhalten in dem Moment, in dem sie sich in der ganzen Wohnung frei bewegen konnte. Sie musste ihren „Sicherheitsbereich“ nicht mehr verlassen, weil ihr nachts jemand zu nahe kam und dann hatte sie auch ihre „Entdeckerzeit“; man konnte sie mit ihrer unverwechselbaren Art, sich fortzubewegen, nämlich kriechend, hören. Da Pai mit ihren deformierten Vorderbeinen nicht laufen kann, bewegt sie sich mit Hilfe ihrer enormen Schultermuskeln, die einen Ausgleich zu den missgebildeten Vorderbeinen bieten, robbend, wie z.B. ein Soldat, vorwärts.

Dass sie nicht normal laufen kann, bietet ihr aber keinen Einhalt, wieder einmal wird uns gezeigt, was ein Tier alles schafft. Sie bewegt sich zeitweise auf den Hinterbeinen hüpfend wie ein Känguru, so erreicht sie jeden Platz, egal wo, auch oben auf den Möbeln:


Wenn man sich Pai nähert, faucht sie, aber es scheint eigentlich mehr ein „posen“ zu sein, denn wenn man sie dann streichelt, beißt und kratzt sie zwar manchmal, aber immer so, dass sie einen nicht verletzt.


Ihre Pflegemama spielt öfter mit einem Quietschehuhn mit ihr. Manchmal, wenn Pai Aufmerksamkeit haben möchte, quietscht sie als Spielaufforderung damit. Sie spielt jedoch auch gern mit einem Spielzeug mit aufleuchtendem Ball:


Mit jüngeren Katzen kommt Pai gut zurecht, da diese ohne Furcht mit ihr spielen, bei älteren weiß Pai sich durchaus zu verteidigen, darum respektieren diese sie. Trotzdem sollte Pai Katzengesellschaft haben, die freundlich und sozial ist, denn auch wenn sie sich verteidigen kann, sollte sie natürlich nicht ständig in Angst leben müssen.

Pai ist sicherlich keine gewöhnliche Katze, aber sie zeigt mit vielen Möglichkeiten, dass sie dankbar ist. Manchmal sieht sie aus wie ein kleiner Tyrannosaurus Rex, wenn sie  Spielsachen mit ihren Vorderpfötchen festhält.

Eigentlich wollte ihre Pflegemama sie behalten, jedoch hat sie einfach schon zu viele Katzen und ihre Familie ist mit einem weiteren Tier nicht einverstanden. Nun möchten wir versuchen, für Pai ein Traumplätzchen zu finden, wo niemand Ansprüche an sie stellt. Andere soziale und menschenbezogenen Katzen könnten ihr ein gutes Vorbild sein, um ihr Vertrauen in die Menschen weiter zu festigen. Pai wird ausschließlich in Wohnungshaltung, sehr gern mit gesichertem Balkon, vermittelt. Um es ihr einfach zu machen, sollten keine oder nur sehr wenige Treppenstufen im neuen Heim vorhanden sein.

Interessierte Menschen sollten über ein gefestigtes Selbstbewusstsein verfügen und sich darüber klar sein, dass andere Menschen Pai als einen Fall für eine „Einschläferung“ ansehen. Auch Tierärzte tun sich manchmal schwer damit, zu sehen, dass auch so schwer behinderte Tiere Lebensfreude haben, man sollte sich da also wirklich durchsetzen können.

Pai ist gechipt, kastriert, geimpft und FeLV und FIV negativ getestet. Sie sitzt auf einem gepackten Köfferchen und wartet auf die Reise in ihr neues Heim. Sicherlich wird sie, dort angekommen, jedoch erstmal wieder sehr zurückhaltend und ängstlich reagieren. Sie benötigt Zeit, um anzukommen.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören, wenn Sie der Mensch sind, der Pai nimmt wie sie ist und ihr ein Zuhause auf Lebenszeit bieten möchten.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461
Kerstin@anaa-katzen.de





Montag, 10. April 2017

Napolesa, *03/2010 – Schwanzamputation

Napolesa wurde in schlimmen Zustand in Madrid auf der Straße von einer jungen Frau entdeckt. Sie informierte ANAA, wo sie sofort Aufnahme fand. Obwohl es ein schlimmer Anblick ist, veröffentlichen wir ein Foto ihrer Aufnahme im Tierheim.

Was Napolesa passiert ist, kann niemand sagen. Von einem irgendwo eingeklemmten Schwanz, über Misshandlungen bis zu Teufelsmessen ist leider alles denkbar. Fakt ist, dass Napolesa unverzüglich der Rest des Schwanzes amputiert werden musste, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Sie hat diese Operation gut überstanden und durfte nach Ausheilung die Krankenstation verlassen und lebt jetzt friedlich mit den anderen Katzen in einem der Gruppenzimmer.

Auf den Fotos kann man an ihrem Fellzustand noch immer erkennen, dass es ihr nicht gut ging, sie erholt sich jedoch zusehends und ist einfach nur ein Schatz. Ruhig und lieb mit Menschen, verträglich mit den anderen Katzen, wünscht sich die Grautigerdame nun ein liebevolles Zuhause, in dem sie die erlittenen Qualen vergessen darf.

Napolesa ist FeLV und FIV negativ getestet, sie ist kastriert, gechipt und geimpft. Vermittelt wird sie ausschließlich in Wohnungshaltung zu freundlicher Katzengesellschaft, wie die Mehrzahl unserer Pfleglinge würde sie sich aber über einen gesicherten Balkon bestimmt freuen.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite  www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Wenn Sie der Mensch sein möchten, der Napolesa ab sofort ein liebevolles Heim bieten will, melden Sie sich bitte bei:

K. Ridder
05751/4099461
Kerstin@anaa-katzen.de





Samstag, 1. April 2017

Polo und Zeus, *2016, FeLV-positiv

Polo und Zeus sind unglaublich hübsche, absolut niedliche und nette Katzenjungs, die gemeinsam auf der Straße gefunden wurden. Unsere spanischen Kollegeninnen gehen davon aus, dass die beiden Brüder sind.

Diese zwei würden sich normalerweise „von allein“ vermitteln und das wir sie hier jetzt vorstellen, hat natürlich einen Grund: die beiden Brüder wurden bei der standardmäßigen Grunduntersuchung FeLV (umgangssprachlich Leukose) positiv getestet. Damit war ihr Schicksal eigentlich schon besiegelt, denn freie Plätze für solche Katzen sind quasi nicht vorhanden. In diesem Fall haben unsere spanischen Kolleginnen Glück gehabt, sie haben für die Jungs einen Pflegeplatz gefunden und wir freuen uns sehr, dass wir die Beiden zur Vermittlung vorstellen können.

Beide Kater sind freundlich, lieb und niedlich. Wir gehen davon aus, dass sie auch mit anderen Katzen verträglich sind, aber natürlich sollten sie nicht zu FeLV-negativen Katzen vermittelt werden. Für fachkundige Informationen befragen Sie bitte Ihren Tierarzt.

Polo und Zeus werden ausschließlich in Wohnungshaltung, sehr gern mit einem gesicherten Balkon, vermittelt. In der Pflegestelle zeigen sie keinerlei Interesse nach draußen zu gehen.

FeLV-positive Katzen können bei einem stressfreien und behütetem Leben durchaus eine hohe Lebenserwartung haben und sind nicht von vornherein als krank zu bezeichnen. Aber wie bei vielen anderen Krankheiten kann dazu keine Prognose abgegeben werden, zum jetzigen Zeitpunkt sind sie jedoch absolut beschwerdefrei und zeigen keinerlei Erkrankungen.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461















DRINGEND VK in 56379 Kördorf für 18jähriges ANAA-Katzenpärchen gesucht

Hallo, unsere beiden Oldies haben die Chance auf ein - erstmal so klingendes - schönes Zuhause. Leider finde ich niemanden für eine...