Dienstag, 29. November 2016

Dringend VK dortmund für ANAA-Katze gesucht

Unser Dato hat eine nette Anfrage aus Dortmung und wir suchen wen für eine Vorkontrolle. Leider - wie immer - eilt es, da am Freitag unser letzter Transport dieses Jahr hier hoch fährt und da wäre es schön, wenn Dato noch mit könnte.

Wer helfen kann, bitte melden bei Kerstin, bitte mit Tel.-Nr. die Vermittler-Kollegin hat zeitweise kein Internet.
vielen Dank und liebe Grüße


Kerstin Ridder
1. Vorsitzende
ANAA-Katzen Deutschland e.V.
www.anaa-katzen.de
www.anaaweb.org

Freitag, 4. November 2016

TASSO kritisiert Legendenmissbrauch durch Jäger am Hubertustag

Als ihm der Legende nach eines Tages während einer Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz im Geweih erschien, beschloss Hubertus von Lüttich, auch bekannt als der heilige Hubertus, der Jagd abzuschwören. Statt Tiere zu jagen, achtete er sie fortan als Geschöpfe Gottes. Ausgerechnet am Hubertustag, der jährlich am 3. November begangen wird, finden allerdings im ganzen Land sogenannte Hubertusjagden statt, bei denen unzählige Wildtiere getötet werden. Denn Hubertus von Lüttich gilt als Schutzpatron der Jäger. Obwohl er der Jagd abgeschworen hat, werden also alljährlich in seinem Namen Gesellschaftsjagden veranstaltet. Bei den am gleichen Tag stattfindenden Hubertusmessen werden Jäger von der Kirche gesegnet.

„Die Ernennung des heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Jäger und das Töten von Tieren in seinem Namen ist eine perfide Verdrehung der Hubertuslegende. Dieser Legendenmissbrauch durch Jäger muss endlich ein Ende haben. Hubertusjagden und Hubertusmessen gehören abgeschafft“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Für TASSO ist der Hubertustag daher vielmehr ein Anlass, erneut tiefgreifende Reformen im Jagdrecht einzufordern. „Die Jagdgesetzgebung muss den Belangen des Tier- und Naturschutzes angepasst werden und dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung tragen. Tierschutzwidrige Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Fallenjagd, die Baujagd, die Beizjagd, die Jagdhundeausbildung an lebenden Füchsen und Enten sowie der Abschuss von Hunden und Katzen müssen umgehend verboten werden“, betont Mike Ruckelshaus abschließend.

 
© Copyright TASSO e.V.


Quelle: TASSO Newsletter vom 03.11.2016

Sonntag, 16. Oktober 2016

Lebensgefahr für Katzen – gekippte Fenster sind unterschätzte Fallen

Nur mit einer Betäubung durch einen Tierarzt und dank der Hilfe der Polizei konnte eine kleine Katze im Taunusort Friedrichsdorf kürzlich aus einer misslichen Lage befreit werden. Die Freigängerkatze war auf dem Rückweg in die Wohnung in einem gekippten Fenster steckengeblieben und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Das fatale an diesem Fall: Die Halterin hatte die Katze Medienberichten zufolge gezielt durch das gekippte Fenster wieder in die Wohnung lassen wollen. „Offenbar ist einigen Katzenhaltern noch immer nicht bewusst, wie groß die Gefahren sind, die von gekippten Fenstern ausgehen“, bedauert Dr. Cristeta Brause, Referentin Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Wenn Katzen versuchen, durch ein auf Kipp stehendes Fenster zu klettern, kann es passieren, dass sie in dem Spalt steckenbleiben. Wenn die Katzen dann versuchen, sich zu befreien, rutschen sie durch die Bewegungen immer tiefer in den Fensterspalt und werden immer mehr eingequetscht. „Dabei können schwerste innere Verletzungen entstehen, die oft zu irreparablen Schäden und sicherlich auch zu großen Schmerzen führen“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Es werden zwar viele Katzen noch lebend gefunden, oft müssen sie dann aber doch eingeschläfert werden, da die Schädigungen zu schwerwiegend sind.“ Es kann aber auch passieren, dass die Katzen schon verenden, während sie eingeklemmt sind. Durch die Quetschung der hinteren Körperhälfte, werden die abgeklemmten Körperteile nicht mehr mit Blut versorgt und sterben ab, was wiederum schnell zu tödlichem Organ- und Herzkreislaufversagen führt. „Das ist ein elender Tod“, weiß Dr. Anette Fach. Mittlerweile gibt es sogar einen Begriff für diese Art von Verletzungen: das Kippfenster-Syndrom.

Daher rät TASSO: Achten Sie auf Ihre Fenster! Auch wenn Ihre Katze bislang kein Interesse an dem gekippten Fenster gezeigt hat, sollten Sie sie auf keinen Fall alleine in einem Raum mit einem ungesicherten Fenster lassen. Es kann ausreichen, dass auf der anderen Seite der Scheibe etwas Spannendes passiert, um die Katze zu motivieren, hindurch zu schlüpfen oder mit der Pfote durch den Spalt zu langen.

Um nicht auf geöffnete Fenster verzichten zu müssen, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Besonders gängig ist der sogenannte Kippfensterschutz. Dabei werden spezielle Gitter rund um das Fenster montiert. Sie verhindern, dass die Katze in den Spalt gelangen kann. Natürlich können auch andere Gitter oder Netze montiert werden. Weiterhin gibt es spezielle Keile für die Fenster. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass die Katze nicht in den engen Spalt rutscht.

Natürlich können Sie Ihr Fenster auch vollständig öffnen und davor ein stabiles Netz anbringen, so dass die Katze nicht hinaus kann. Dabei sollten sie aber darauf achten, dass das Fenster bei Durchzug nicht zuschlagen kann. Ist Ihr Fenster gut gesichert, kann Ihre Katze gemütlich und gefahrlos auf der Fensterbank liegen, hinausschauen und die Aussicht genießen.

 
© Copyright TASSO e.V.


Quelle: TASSO-Newsletter vom 13.10.2016

Sonntag, 25. September 2016

eilige VK für Wohnungskatze in 24106 Kiel gesucht

Hallo,

unser Mitzifu, der zuerst sehr lange in Spanien gewartet hat nach einem Autounfall und nun auch schon wieder 7 Monate in Deutschland auf einer Pflegestelle lebt, haben wir eine nette Anfrage bekommen.

Die Adoptantin hätte ab dem 02.10. Urlaub, daher wäre es toll, wenn bis dahin die VK erledigt wäre und Mitzifu dann umziehen dürfte.

Wer kann helfen? Bitte bei Kerstin, 05751/982797, kerstin@anaa-katzen.de, melden, vielen Dank!

Liebe Grüße

Kerstin


Kerstin Ridder
1. Vorsitzende
ANAA-Katzen Deutschland e.V.
www.anaa-katzen.de
www.anaaweb.org

Samstag, 11. Juni 2016

Zitat des Tages

Immer lernt der Kluge von Dummen mehr als der Dumme vom Klugen


Peter Rosegger (1843-1918), österr. Schriftsteller

Quelle:  Zitat des Tages vom 11.06.16

Dienstag, 23. Februar 2016

Ent, *1/2008, Ohren-OP, Augen- und Zahnproblematik

Ent ist ein schon fast unglaublich hübscher Perserkater, der zudem ausgesprochen liebenswert ist. Umso unglaublicher, dass er einfach an einem ANAA-Vermittlungstag in Madrid in einer Transportbox auf dem Besucherparkplatz abgestellt und zurück gelassen wurde L. Das einzige, was daran positiv zu bewerten ist, ist die Tatsache, dass man ihn nicht einfach irgendwo ausgesetzt oder hat laufen lassen.

Ent hat leider Etliches an Übergewicht, sein Fell war verknotet und sein Gebiss in einem absolut schlechtem Zustand.  Zudem ist er kein Jungtier mehr, sondern bereits geschätzte 8 Jahre alt. Außerdem hatte er in einem Ohr eine schlimme Infektion,  die Summe aller Dinge machte ihn vielleicht dann für seine Besitzer unhaltbar…

Ent wurde bei ANAA in einer privaten Pflegestelle untergebracht, dort machte er sich dann gut, sein Fell wurde wieder schöner. Was allerdings trotz Behandlung blieb, war das Ohrproblem und so wurde erneut genau nachgeforscht. Dabei stellte sich dann heraus, dass in dem Ohr ein Polyp wuchs, der für die Problematik verantwortlich war. Leider war die Entfernung alles andere als leicht, die Stelle war sehr ungünstig gelegen und es brauchte 2 lange Operationen, um alles zu entfernen. Erfreulicherweise ergab die Histologie keinen bösartigen Tumor. Da die Operationen sehr lang waren, sind leider die Zähne noch nicht gemacht worden, aber Ent wurde zumindest schon mit kastriert.  Bedauerlicher Weise kann er seit den Operationen das rechte Auge nicht mehr gut schließen, daher bekommt er Tropfen, damit das Auge nicht austrocknet, die Weitergabe ist sehr wichtig und muss auch regelmäßig erfolgen (nach Möglichkeit 5y tgl.). Da es Ent wirklich nach den Operationen sehr schlecht ging, er wollte nicht fressen und hatte auch schlimme Schmerzen, müssen die Zähne jetzt ein wenig warten, damit er sich erstmal erholen kann.

Hier ein Video bei der Fellpflege:


In der Pflegestelle, in der er Einzelkatze ist, sodass wir zu seinem Sozialverhalten anderen Katzen gegenüber leider nichts sagen können, zeigt er sich als Sonnenschein. Er liebt es, bei seinen Menschen auf dem Schoß zu liegen oder auf den Arm genommen zu werden, was allerdings bei dem Gewicht von 6,2 kg schon etwas anstrengend sein kann ;-). Wenn er gestreichelt oder geknuddelt werden will, äußert er sich da auch schon laut und unüberhörbar zu. Laut unseren spanischen Kolleginnen ist er einfach ein toller Kerl. Ent wird in Wohnungshaltung, gern mit gesichertem Balkon, vermittelt. Seine Menschen sollten sich darüber im Klaren sein, dass sein Auge vermutlich lebenslang (und nicht nur 2x tgl.!) getropft werden muss und sein Fell eine konsequente Pflege benötigt.

Bei Aufnahme wurde Ent FeLV/FIV negativ getestet, er ist kastriert und wird selbstverständlich geimpft vermittelt.

Wer dem hübschen Kerl ein Zuhause geben möchte, beachte bitte:

Lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461


Astillo, *ca. 2012, gebrochene Hüfte, gebrochenes Hinterbein, aktuell Schnupfen

Astillo ist ein Kater, der in Spanien bei einem Pferdestall lebte. Die dortigen Katzen wurden von ANAA in entsprechendem Alter kastriert, verblieben jedoch dort, da sie versorgt wurden.

Vor einiger Zeit bekam ANAA einen Anruf, dass Astillo gefunden worden sei, das Blut liefe aus der Nase und er sei fast tot. Sofort fuhren Helfer los, um ihn abzuholen.  Leider  sah es nicht gut aus, er blutete aus der Nase und beide Hinterbeine schienen gebrochen zu sein.

In der Klink wurde dann festgestellt, dass die Hüfte an zwei Stellen sowie das rechte Hinterbein gebrochen waren, zudem hatte er einen schlimmen Schnupfen. Astillo wurde dann sofort operiert, um die Brüche zu richten. Nach der überstandenen Operation hatte er dann zu Beginn keinerlei Gefühl in den Hinterbeinen und konnte nicht laufen, aber langsam wird es besser. Er lebt in Spanien auf einer Pflegestelle und kann seine Hinterbeine wieder benutzen, aber nicht sehr gut, von rennen und springen ist er weit entfernt und die Prognosen, ob er jemals wieder ganz normal laufen kann, sind eher schlecht. Manches heilt einfach die Zeit, man muss abwarten – oder sich damit arrangieren,  dass man eine schwerer behinderte Katze aufnimmt. Der Schnupfen hingegen ist unter Medikamentengabe schon deutlich besser geworden und es wird nicht davon ausgegangen, dass dieser chronisch bleiben wird, er muss aktuell jedoch noch behandelt werden.

Da Astillo sich in der Krankenstation und auch in der jetzigen privaten Pflegestelle als sehr menschenbezogen gezeigt hat, wird nun ein neues Zuhause für ihn gesucht, mit seinem Handicap kann er auf den Pferdehof nicht wieder zurück kehren.

Wir wünschen uns für Astillo, der – wie viele unserer Pechvögel auch gleich die entsprechende Farbe hat - ein liebevolles neues Zuhause, bitte ebenerdig. Es kommt ausschließlich reine Wohnungshaltung in Frage, ein gesicherter Balkon sollte vorhanden sein, da Astillo sein bisheriges Leben ja mehr oder weniger unabhängig draußen gelebt hat und es bestimmt genießt, sich die Sonne auf sein Lackfellchen scheinen zu lassen. Es soll nette und soziale Katzengesellschaft vorhanden sein, da Rangeleien und Kämpfe für ihn nicht möglich sind. Auch sollte hinsichtlich des Schnupfens beachtet werden, dass dieser vielleicht doch nicht ganz verschwindet oder von Zeit zu Zeit wieder auftritt und behandelt werden muss.

Hier ein kleines Video von Astillo in der Pflegestelle:


Astillo ist FeLV und FIV negativ getestet, er ist geimpft, kastriert und gechipt.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461

 

Mittwoch, 17. Februar 2016

Digi, *ca. 2009, 43 cm groß, 19 kg schwer, gelähmt

Digi hat einmal vertraut, um dann für immer zu leiden...!

Den kleinen Digi traf es schon mehrfach recht heftig in seinem bisherigen eher freudlosen Hundeleben. Als Fundhund fristete er sein Dasein über mehrere Jahre in einem kroatischen Tierasyl.

Als sich endlich Interessenten für ihn zeigten, war Digi überglücklich und ausgelassen. Er war derart aus dem Häuschen, dass er sich im Überschwang von der Leine riss und im nächsten Moment auch schon von einem herannahenden Auto erfasst wurde.

Digi hatte es schlimm erwischt, war von da ab an beiden Hinterläufen gelähmt.

Eben noch hatte er sein Herz an SEINE Menschen verschenkt, doch sie kamen nicht mehr zurück zu ihm.

Der zurückhaltende Digi lebt nun als Rolli-Hund auf einer Pflegestelle in Deutschland und sehnt sich auf seine alten Tage noch immer nach einem warmen Körbchen und liebevollen Streicheleinheiten, die nur er ganz allein genießen darf.

Sein ganzes Leben lang wünscht er sich vergebens von SEINEM Menschen geliebt zu werden.

Wer schenkt dem lieben Kerl trotz seiner Behinderung einen behüteten warmherzigen Lebensabend? Digi hat ihn doch mehr als verdient.

Christine Tanzmeier-Uhl 
0177/8353817 


Donnerstag, 11. Februar 2016

Tomi, *06/2015 – gelähmte Hinterbeine, Blase muss ausmassiert werden

Fangen wir doch einfach mal von hinten an, hier erstmal eine Beschreibung in kurzen Worten aus der Sicht seiner Physiotherapeutin und der Pflegestelle:

Charmeur, süßer Knopf, niedlicher Kerl, kleiner Schmuser und Sonnenschein…

Damit wäre ja eigentlich alles gesagt und die Vermittlungschancen lägen bei 100%, gäbe es da nicht diese anderen Kleinigkeiten, für die man aber etwas ausholen muss:

Tomi wurde in Dimitrovgrad, einer Kleinstadt, ca. 200 km von Sofia entfernt, mit einem Projektil im Rücken hilflos aufgefunden. Liebe Menschen brachten ihn dort in eine Tierklinik, die jedoch eigentlich mit solch einem Fall überfordert waren. Zwar entfernten sie das Projektil (kleine Splitterstücke sind verblieben), überließen alles andere aber Mutter Natur in der Hoffnung, es würde schon alles gut werden.

Leider traf das natürlich nicht zu. Niemand massierte die Blase aus, die so immer nur soweit entleerte, wie sie überlief. Der Urin verblieb im Fell, da Tomi ja nur lag und innerlich war die Blase immer randvoll gefüllt. So blieb nicht aus, was kommen musste.  Das Ganze offenbarte sich in der Tierklinik in Sofia, denn unsere Kollegin Denitsa hatte von Tomis Schicksal gehört und ihn dorthin gebracht. Durch das Auslaufen des Urins hatten sich Wunden gebildet, quasi vom Urin zerfressenes Fleisch. Im Penis und auch in den Hoden waren Nekrosen , so dass zeitweilig eine Penisamputation im Raum stand. In der Blase hatte sich eine Entzündung gebildet, da die Blasenwand mit ständigem Urin konfrontiert wurde.

Tomis Zustand war so schlimm, dass man überlegt, ob so etwas noch zumutbar ist – aber Tomi kämpfte, und er schnurrte sich in die Herzen der Menschen dort. Fortan wurde die Blase ausmassiert und die Wunden heilten auch etwas ab. Der Penis musste nicht amputiert werden, aber Tomi lebte nur in einer Transportbox und so heilten die Wunden durch das viele Liegen nicht optimal ab.

Tomi hatte dann in Bulgarien die Zusage einer Pflegestelle, die leider wieder absprang und in Deutschland eine Interessentin, der dann die Aufnahme einer weiteren Katze vom Vermieter untersagt wurde. Und so wurde überlegt, wo er hin könnte, um aus der Transportbox „befreit“ zu werden. Auch bei uns hier hat sich niemand darum gerissen, „so“ eine Katze aufzunehmen, aber letztlich siegte dann doch das Mitgefühl und so konnte der kleine Mann nach Deutschland reisen.

Ich als Pflegestelle kann nur sagen: es ist gut und richtig gewesen, dass er kommen durfte. Tomi ist eine Erfahrung, die ich nicht vermissen möchte. Er ist ein absolut zauberhafter und verschmuster kleiner Kerl, der mir mal wieder gezeigt hat, dass viele meiner Bedenken umsonst waren. Wahrscheinlich nicht ganz, aber wo ich Probleme sah, hat er sie einfach aus dem Weg geräumt. Offene Treppe – na und? Die nehm’ ich doch mit links und so zieht er sich tgl. mehrmals mit Energie und Ausdauer von der unteren Etage in die obere. Wieder runter – aber klar. Mir tut es jedes Mal weh, wenn seine Hinterbeine mit lautem Gepolter Stufe um Stufe nach unter aufschlagen, aber er muss das nicht tun, denn er würde ja getragen, offenbar ist es für ihn nicht so schlimm wie für mich, aber ein ebenerdiges Zuhause wäre traumhaft.
Blase ausmassieren – ist in zwei Minuten abgehandelt und manchmal die große Toilette dann gleich mit – sofern er nicht gerade mit Fressen beschäftig ist oder vermutet, dass da irgendwo auch nur noch ein kleinster Krümel Futter liegen könnte. Da kennt er dann keine Verwandten, mit Schimpfen, „weglaufen“ und Bauch anspannen  zeigt er sehr deutlich, dass er für „Sowas“ nur wirklich gar keine Zeit hat im Moment. Für das große Geschäftchen muss man schon etwas Zeit und Geduld einplanen, ansonsten ist es dabei tatsächlich so, dass er den Kot von allein verliert, aber es nicht merkt und so schon eine Schleifspur hinter sich her zieht. Damit ist auf jeden Fall ein leicht zu reinigender Bodenbelag angezeigt. Allerdings sollten auch Liegemöglichkeiten und kleine Teppich vorhanden sein, da Tomi sonst schnell eine Blasenentzündung auf Grund des kalten Bodens bekommt. Windeln haben wir bisher noch nicht zum Halten bekommen, die streift er an kleinen Kanten schnell ab – und zudem hasst er Wasser. Es ist aber auch nicht notwendig, bei regelmäßiger Entleerung der Blase, ca. alle 4-5 Stunden, und einem gut und schnell zu reinigendem Boden und dem Verständnis, dass er niemanden ärgern will, wenn er seinen Dreck verschmiert, ist das alles recht einfach zu bewältigen. Man bekommt dafür einen kleinen Mann, der sofort den Motor anschmeißt, wenn er gekrault wird, der absolut liebenswert ist und unkompliziert mit anderen Katzen und auch mit Hunden.

Ganz wichtig ist für ihn das Einhalten der Physiotherapie, vieles kann und soll man dabei auch selber machen, es sind alles kleine Übungen, die sich schnell erledigen lassen und einfach in den tgl. Ablauf zu integrieren sind. Weder unsere Tierärztin noch die Physiotherapeutin können uns versprechen, dass er wieder laufen wird – aber die Chance besteht. Er hat Gefühl in den Hinterpfoten und den -beinen, er reagiert auf Massage und leichtes Zwicken, er zieht die Füße und Beine weg und wenn man ihn auf die Hinterbeine stellt, versucht er durchaus, sich selber hoch zu drücken – aber es ist viel Geduld gefragt, ein langer Weg. Seine Blasen- und Darmkontrolle wird er allerdings wohl niemals zurück erlangen.

Tomi schafft es im Katzenzimmer, sich selber auf das Sofa hochzuziehen und er liegt auch gerne unter der Treppe auf dem Schrank, den er durch die offenen Stufen bequem erreichen kann. Im Wohnzimmer setzt er sich vor das Sofa und wird unserer neuen Couch zuliebe abends hinauf gesetzt. Tagsüber hält er sich da auf, wo Mensch ist, dann liegt er z.B. unter dem Tisch brav auf dem Teppich zu unseren Füssen. Er ist ein kleiner Schelm und Wichtel, alles was bespielbar ist, wird auch dazu benutzt.

Hier 2 Videos zu Tomi in der jetzigen Pflegestelle:
Die Windeln waren sozusagen ein einmaliger Versuch…

Für diesen kleinen Mann suchen wir nun DAS Zuhause. Es sollte am besten ebenerdig sein, mit Teppich belegte Stufen wären möglich, bieten aber eigentlich nicht die notwendige Hygiene. Seine Familie sollte nette Katzen haben, einen pflegeleichten Bodenbelag und in der Lage sein, tagsüber alle 4-5 Stunden die Blase auszumassieren. Die Anleitung dazu kann jeder Tierarzt geben, der nicht die Meinung vertritt, solchen Katzen hätten keine Lebensqualität! Tomi ist kastriert, geimpft und natürlich gechipt. Stets im Auge behaltern werden muss der Punkt Blaseninfektion, die er auch aktuell mitgebracht hatte und die mit einem Antibiotikum und Spezialfutter behandelt wird, es steht eine neue Urinuntersuchung an. Wichtig ist die Physiotherapie.

Tomi ist fremden Menschen gegenüber erstmal schüchtern. Unser Außengehege fand er zum fürchten, er saß zitternd in dem hintersten Winkel versteckt, aber einen gesicherten Balkon würde er vielleicht gern nutzen. Andere Katzen findet er klasse, selbst fremde werden völlig unbefangen angegurrt und von seiner Seite Kontakt geknüpft. Hunde sind nach kurzer Anlaufphase o.k., jedoch sollte man bedenken, dass ein Hund von ihm durchaus verunsichert sein könnte und in Tomi keine Katze sieht sondern eine Beute. Und obwohl Tomi unglaublich schnell ist, hätte er dann vermutlich keine Chance.

Tomi lebt in 32457 Porta Westfalica auf einer Pflegestelle und wartet jetzt auf seine Menschen. Menschen, die ihn so mögen wie er aktuell ist und vielleicht auch bleibt, die bereits sind, Urin auszumassieren und Kot weg zu putzen. Dafür bekommt man einen Traumkater!

Kontakt:
K. Ridder
05751/4099461

 

Freitag, 5. Februar 2016

Mitzifu, *04/2012, Femurkopfresektion, schüchtern

Mitzifu (*04/2012), wurde in traurigem Zustand in Madrid aufgegriffen. Schwach und dünn wurde er mit einer großen Wunde aufgefunden und wurde sofort bei den Tierärzten im Tierheim von ANAA vorgestellt.
Bei der Untersuchung wurde dann festgestellt, dass die Hüfte gebrochen war – vermutlich durch einen  Autounfall, der Knochen hatte Fleisch und Haut durchstoßen. Kaum vorstellbar, was der arme Kerl gelitten haben muss.

Mitzifu wurde operiert, es wurde eine Femurkopfresektion durchgeführt, das bedeutet, der Kopf des Oberschenkelknochens wurde entfernt, damit die Hüfte ohne ständige Belastung heilen konnte, die der Knochenkopf ansonsten in der Gelenkpfanne des gebrochenen Hüftknochens verursacht hätte. Solche Operationen werden häufiger durchgeführt und in aller Regel bildet sich dann ein Bindegewebe, welches das Gelenk mit dem Oberschenkelknochen verbindet. Damit wird dann teilweise das fehlende Gelenk kompensiert und die Tiere können damit recht gut leben. Natürlich können sich, wie jedoch bei allen Tieren, daraus auch später Athrosen entwickeln. Bitte erkundigen Sie sich bei einem Tierarzt Ihres Vertrauens, wenn Sie weitere Informationen wünschen.

Weil nach der Operation viel Ruhe nötig war, hat Mitzufu zuerst in einer Quarantänebox und anschließend mit weiteren „Beinpatienten“ in einem kleinen Raum ohne Klettermöglichkeit gelebt, bis die Heilung komplett abgeschlossen war.

Mitzifu war anfangs Menschen gegenüber so zurückhaltend und scheu, dass vermutet wurde, er sei eine „wilde“ Katze, die bisher ohne Menschenkontakt war. Jedoch beweisen Videos, dass er zwar sehr ängstlich und schüchtern ist, aber mit etwas Mühe und Geduld wird er sicherlich zu einem tollen Katzenfreund.


Zwischenzeitlich ist Mitzifu komplett genesen, er ist lieb und freundlich zu anderen Katzen und hat auch schon sein Rundum-Sorglos-Paket: Impfungen, Kastration und negativer FeLV/FIV-Test.

Leider ist er durch ein Missverständnis bei dem Verfassen eines Textes „unter“ gegangen und wir hoffen, dass sich nun baldmöglichst ein lieber Mensch in dieses kleinen Pechvogel verguckt. Er wartet nun schon so viele Monate im Tierheim, zudem hat er nur ein schwarzes Fellchen – die Farbe ist unbeliebt, wie man an unseren vielen schwarzen Katzen sieht, die teilweise schon sehr lange auf ihren Menschen warten.

Wir wünschen uns für Mitzifu verständnisvolle, geduldige Menschen mit einem ruhigen Umfeld. Mitzifu wird ausschließlich in Wohnungshaltung vermittelt, über einen gesicherten Balkon würde er sich bestimmt freuen. Wichtig ist vor allem Katzengesellschaft, die ihm Sicherheit gibt und zeigt, dass menschliche Zuwendung nichts Schlimmes ist.

Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren "Vermittlungsablauf" auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch, einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass nicht alle dt. Flughäfen von Madrid aus angeflogen werden und wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.

Kontakt für Mitzifu:

K. Ridder
05751/4099461


Samstag, 16. Januar 2016

Ergebnisse der Artenschutzkonferenz in Genf

Erfolge für Pro Wildlife auf der Artenschutzkonferenz in Genf

Lieber Wildtierfeund,

in Genf geht heute ein wichtiges Artenschutztreffen zu Ende: Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) hat Weichen für die große Konferenz im September gestellt. Pro Wildlife war mit drei Expertinnen vor Ort und an verschiedenen Entscheidungen beteiligt.

Kampf gegen Elefantenwilderei und Elfenbeinschmuggel, großer Erfolg: Die Debatte über eine zukünftige Freigabe des Elfenbeinhandels ist vom Tisch. Angesichts der Eskalation von Wilderei und Elfenbeinschmuggel sind viele Regierungsvertreter, einschließlich der EU, von ihrem Plan abgerückt und haben damit den Weg für einen besseren Schutz der Elefanten freigemacht. Weiterer Lichtblick: Nach China hat diese Woche Hong Kong angekündigt, seine Elfenbeinmärkte „baldmöglichst“ zu schließen. Wir bleiben am Ball und beobachten, wann diese Ankündigung in die Tat umgesetzt wird.

Einsatz gegen kriminellen Tierhandel: In einem Vortrag informierte Pro Wildlife auf der Tagung über den illegalen Handel mit Reptilien. Zahlreiche Arten, die entweder durch CITES oder in ihren Ursprungsländern streng geschützt sind, werden systematisch abgesammelt und auf Tierbörsen sowie im Internet zu horrenden Preisen verkauft. Pro Wildlife drängt auf strengere Gesetze sowie eine konsequente Bestrafung von Tierschmugglern.

Dieses Jahr ist entscheidend für den Schutz vieler bedrohter Arten: Auf der großen CITES-Konferenz im Herbst wird über den Handel mit Elefanten, Reptilien, Nashörnern, Löwen, Menschenaffen, Haien, Schuppentieren, Hölzern und weiteren bedrohten Arten abgestimmt. Seit 1999 arbeitet Pro Wildlife intensiv bei CITES mit und konnte bei den Verhandlungen für dutzende bedrohte Arten einen besseren Schutzstatus durchsetzen.

Quelle: Pro Wildlife - Newsletter vom 15.01.16

Zitat des Tages vom 16.01.16

Der Schlüssel zum Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein
 
Hermann von Bezzel (1861-1917), dt. ev. Theologe

Mittwoch, 13. Januar 2016

Zitat des Tages vom 13.01.16

Unsere Welt braucht keine Bedenkenträger, sondern Hoffnungsträger


Peter Hahne (*1952), dt. Fernsehmoderator und Autor

Samstag, 2. Januar 2016

Zitat des Tages vom 01.01.16

Wir sehen aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut
 
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), dt. Germanist u. Lyriker

Neujahr

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, 
Pedanterie und Angst, und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 
Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit 
und zwei Teilen Frohsinn und Humor. Man füge drei gehäufte 
Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein 
Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe übergossen. Das 
fertige Gericht schmücke man mit einem Sträusschen kleiner 
Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit!

(Catharina Elisabeth Goethe)

VK für Kater Joey von ANAA in Herdecke gesucht

Hallo, kann jemand eine VK für unseren 15jährigen penisamputierten Oldie Joey machen? über Vk/NK hat sich leider niemand gemeldet. i...